Knapp 1,2 Milliarden vom Bund für NRW-Kitas

Betreuungsqualität verbessern : Knapp 1,2 Milliarden vom Bund für NRW-Kitas

Für NRW sind aus dem neuen Gute-Kita-Gesetz Bundesmittel von 106,7 Millionen Euro allein im kommenden Jahr vorgesehen.

2020 fließen für die Kitas dann noch einmal rund 215 Millionen Euro nach NRW und in den darauffolgenden Jahren 2021 und 2022 jeweils rund 431 Millionen Euro, also zusammen knapp 1,2 Milliarden Euro. Insgesamt sieht das Paket, über das in den kommenden Tagen in Berlin abschließend beraten wird, bundesweit Mittel von 5,5 Milliarden Euro für bessere Qualität in Kitas vor.

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) fordert wie auch seine Länderkollegen, dass die Mittel auch nach 2022 weiter fließen. Zudem müsse zwischenzeitlich geprüft werden, ob wegen steigender Kosten die Mittel ausreichten.

Ziel des Gute-Kita-Gesetzes ist es, die Betreuungsqualität zu verbessern. In NRW allerdings soll mit der ersten Tranche zunächst die Überbrückungsfinanzierung gesichert werden, um den Betrieb der Kitas aufrechtzuerhalten. Zudem sollen die Gebühren nach Einkommen der Eltern gestaffelt werden. Das ist in NRW zwar der Fall, die niedrigsten Einkommensgruppen sind zurzeit aber überproportional belastet.

Nachholbedarf gibt es auch bei der Zahl der Kinder pro Erzieher. Wie aus dem „Ländermonitor frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann-Stiftung hervorgeht, betreute in NRW zum Stichtag 1. März 2017 rechnerisch eine Erzieherin 8,9 Kinder – fünf Jahre zuvor waren es 9,8 Ganztags betreute Über-Dreijährige. Nach Empfehlungen der Bertelsmann-Stiftung sollten es aber nicht mehr als 7,5 Kinder sein. Für einen optimalen Personalschlüssel seien zusätzlich 15.536 Vollzeitkräfte erforderlich.

(kib)
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