Aachen/Erkelenz/Merzenich: Klimacamp: Aktivisten klagen vor Gericht

Aachen/Erkelenz/Merzenich: Klimacamp: Aktivisten klagen vor Gericht

Die Anmelderin des Klimacamps in Erkelenz-Kückhoven, eine Wissenschaftlerin aus dem Ruhrgebiet, hat beim Verwaltungsgericht Aachen einen Eilantrag gegen einige Auflagen gestellt, die die Aachener Polizei den Aktivisten gemacht hatte. Das bestätigte das Gericht am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung.

Unter anderem habe die Aachener Polizei festgelegt, dass sich im Klimacamp nur Menschen aufhalten dürfen, die an den Veranstaltungen auf dem Camp tatsächlich auch teilnehmen. Überdies solle der Polizei täglich mitgeteilt werden, wie viele Menschen am Programm teilgenommen haben, erklärte Gerichtssprecher Frank Schafranek. Außerdem sollen jeweils einen Ordner pro 50 Campteilnehmer abstellen.

Eine Entscheidung über den Antrag, diese Auflagen aufzuheben, soll noch im Laufe des Dienstags ergehen.

Das Klimacamp läuft seit Freitag und dauert noch bis Dienstag, 29. August. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 6000 Klimacamp-Teilnehmern.

Nach eigenen Angaben hätten sich am Wochenende 1100 Menschen im Klimacamp aufgehalten, teilten die Oranisatoren mit. Am Montagnachmittag allerdings hielten sich deutlich weniger Menschen auf der Wiese in der Nähe des Lahey-Parks auf.

Am Donnerstag beginnen die sogenannten Aktionstage, in deren Rahmen die Polizei mit Sabotage- und Blockadeaktionen gegen Tagebau- und Kraftwerksbetreiber RWE rechnet.

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