Kita: Zahl der Kinder in Aachen, Heinsberg und Düren gestiegen

Seit 2012 verdoppelt : Immer mehr Kinder in der Region in U3-Kita-Betreuung

In der Region hat sich die Zahl der in Kitas betreuten Kinder unter drei Jahren seit dem Jahr 2012 mehr als verdoppelt. Die Betreuungsquote der Drei- bis Sechsjährigen ist hingegen fast gleich geblieben.

Dies berichtet das Statistische Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) am Dienstag. Waren es am 1. März 2012 noch 4361 Kinder unter drei Jahren, die in Tageseinrichtungen und in öffentlich geförderten Kindertagespflegen in der Städteregion Aachen, im Kreis Düren und im Kreis Heinsberg untergebracht waren, wurden am 1. März 2019 rund 8800 Kinder gezählt. Die Quote der betreuten Kinder ist ebenfalls gestiegen.

In der Städteregion Aachen befanden sich 2012 rund 20,5 Prozent der Kinder unter drei Jahren in einer Betreuung, 2019 waren dies bereits 32,3 Prozent. Besonders bei den Zweijährigen hat sich einiges getan. Inzwischen werden knapp zwei Drittel der Kinder in diesem Alter in Kitas betreut. Mit über 94 Prozent gehen die meisten Kinder zwischen drei und sechs Jahren in Kitas. Abgenommen hat dabei aber die Zahl der Kinder unter einem Jahr: von 138 Kindern (3,1 Prozent) auf 95 Kinder (1,9 Prozent).

Noch drastischer ist dieser Rückgang im Kreis Düren. Dort werden nur noch 0,8 Prozent der Kinder unter einem Jahr tagsüber betreut. Im Jahr 2012 waren dies noch 1,4 Prozent. Anders sieht es bei den Ein- und Zweijährigen aus. Waren es im Jahr 2012 noch 873 Kinder, müssen die Kitas im Kreis in diesem Jahr über 2100 Ein- und Zweijährige versorgen. Dies wirkt sich auch drastisch auf die Betreuungsquote der Zweijährigen aus: Im Jahr 2012 war weniger als jedes dritte Kind in einer Tagesbetreuung, dieses Jahr sind es knapp 62 Prozent der Kinder in diesem Alter. Im Vergleich stabil hat sich die Betreuung der Kinder zwischen drei und sechs entwickelt. Knapp 93 Prozent der Vorschulkinder gehen in Kitas oder Kindergärten.

Ähnliche Zahlen ergeben sich für den Kreis Heinsberg. Auffällig ist dort, dass vergleichsweise wenige Kinder unter drei Jahren betreut werden. Bei den Einjährigen ergibt sich eine Quote von 16 Prozent, was im Vergleich mit NRW (25 Prozent), Aachen (30 Prozent) und dem Kreis Düren (21 Prozent) ein deutlich geringerer Wert ist. Bei den Zweijährigen gleicht sich dieser Wert aber langsam an den NRW-weiten Durchschnitt an. Rund 1350 Zweijährige besuchen Kitas im Kreis Heinsberg, das ergibt eine Quote von 56 Prozent und damit gut mehr als die Hälfte der Kinder. Im Jahr 2012 lag diese Zahl noch bei unter 30 Prozent.

Regional variierten die Betreuungsquoten der unter Dreijährigen in NRW zwischen 39,3 Prozent im Kreis Coesfeld und 16,8 Prozent in Duisburg. Mit 32,2 Prozent liegt die Städteregion Aachen auch im höheren Bereich, wohingegen sich die Kreise Düren (28,2 Prozent) und Heinsberg (24,4 Prozent) im Mittelfeld ansiedeln.

Ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz nach dem Sozialgesetzbuch besteht erst ab Vollendung des ersten Lebensjahres. Unter dem Begriff Kindertagesbetreuung ist die Betreuung sowohl in Kindertageseinrichtungen als auch in öffentlich geförderter Tagespflege bei Tagesmüttern oder -vätern zusammengefasst.

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