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Köln: Kita-Streiks bringen vielen Städten Geld

Köln : Kita-Streiks bringen vielen Städten Geld

Die bundesweiten Kita-Streiks haben einigen Städten und Kommunen viel Geld gebracht. Während des Ausstands erhielten die Angestellten Streikgeld von ihren Gewerkschaften.

Dadurch sparten die Städte und Kommunen Personalkosten, wie eine bundesweite Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa am Donnerstag ergab. Allein in Köln waren es in den vergangenen Wochen insgesamt 3,3 Millionen Euro.

In vielen Fällen soll das Geld nun den Städten und Gemeinden zugutekommen. „Die Gehälter der Erzieher versickern im Haushalt”, sagte der Sprecher der Stadt Essen, Lutz Braun. In Braunschweig wurden nach Angaben der Stadtverwaltung an neun Streiktagen Personalkosten von rund 190 .00 Euro eingespart.

Kitas in anderen Städten - darunter Köln, Dortmund, Mannheim, Bremen und Karlsruhe - könnten direkt von den Streiks profitieren, denn hier soll das Geld in ihrem Budget bleiben. „Die nicht ausgezahlten Löhne sollen in Projekte der Kitas und der Jugenddienste fließen”, sagte Dortmunds Sprecher Michael Meinders.

Die von den Eltern für die Streiktage gezahlten Beiträge werden hingegen nur in wenigen Städten an die Familien zurückgezahlt. Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) hat nach Angaben seiner Verwaltung entschieden, den betroffenen Familien die Hälfte der Gebühren und Essensgelder für einen Monat zu erlassen.

Auch in Braunschweig und Hannover gibt es ähnliche Pläne. Andere Städte wie Düsseldorf und Dortmund behalten die Beiträge für die städtischen Kitas jedoch ein. „Die Elternbeiträge werden nicht zurückerstattet”, hieß es aus Dortmund.

Wie viel genau die Streiks den Städten einbrachten, ist vielerorts noch nicht bekannt. „Wir wollen erstmal ermitteln, wie viel wir sparen”, sagte die Bremer Behördensprecherin Petra Kodré.

In einigen Städten wie Mainz, Braunschweig und Chemnitz gehen die Behörden sogar davon aus, dass sie durch die Arbeitsniederlegungen drauflegen. Zum einen sei die Ersparnis durch Betreuungs-Notdienste geschrumpft.

Zum anderen bleibe abzuwarten, wie hoch die Steigerung der Personalkosten nach einem Tarifabschluss sein könnte, gaben die Behörden in Mainz zu bedenken. Diese könnten die Einsparungen durch die Streiks „um ein Vielfaches übertreffen”.