Kita in Titz bewirbt sich um Deutschen Kita-Preis

Titz im Kita-Preis-Finale : Kindergarten „Zauberwelt“ unter den zehn Besten

Im Kindergarten „Zauberwelt“ in Titz war am Donnerstag viel los, denn er hat sich um den Deutschen Kita-Preis 2019 beworben – wie 1500 andere Kindergärten bundesweit. Und jetzt steht die „Zauberwelt“ bereits in der Finalrunde der zehn besten deutschen Kitas.

Deshalb sind von Mittwoch bis Freitag drei Expertinnen hier – zwei von der Internationalen Akademie Berlin für innovative Pädagogik (INA), die die Finalisten ausgewählt hat, und eine von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, die den Preis vergibt. Am 13. Mai werden in Berlin die Sieger bekanntgegeben: ein erster Platz, der mit 25.000 Euro belohnt wird, und vier zweite Plätze (jeweils 10.000 Euro).

Für Kita-Leiterin Gerta Cremers und ihre 16 Erzieherinnen sind es jetzt also ganz wichtige und anstrengende Tage; die circa hundert Kinder nehmen die pädagogische und mediale Aufmerksamkeit ganz gelassen und laufen am Donnerstag kreuz und quer durch Räume und Flure.

Das ist in der „Zauberwelt“ übrigens Programm: Alle Kinder sind nicht an feste Gruppen und Räume gebunden, sondern können jeden Tag frei durchs Haus gehen und sich aussuchen, was sie tun wollen. „Kinder können selbst entscheiden, was sie machen und wo sie es machen“, sagt Cremers. Nur die Erzieherinnen seien an einen Raum gebunden. Die Auswahl ist groß: Werkstatt und Turnhalle, Bauraum, Forscherraum, Ruheraum, eine Zahlenwerkstatt und ein Zimmer für Theater und Musik.

Inspektion in der Kita Titz (hinten von links): Leiterin Gerta Cremers, die beiden INA-Expertinnen Annette Gutsfeld und Aleksandra Bielesza sowie Katarina Fuchs von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung mit ein paar „Zauberwelt“-Kindern und Bürgermeister Jürgen Frantzen. Foto: ZVA/Harald Krömer

„Wir sprechen mit dem Träger, den Kindergärtnerinnen, mit Eltern und natürlich mit den Kindern“, sagt Aleksandra Bielesza von der INA. Was die Kinder sagen, sei durchaus wichtig für den Bericht, den die INA-Expertinnen über jede der zehn Kitas schreiben und einer Jury aus Bildungsexperten, Pädagogen und Vertretern von Politik, Gewerkschaften und Verbänden vorlegen. Und die Jury entscheidet.

(pep)
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