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CDU-Fraktion: Kindesmissbrauch nicht aus Führungszeugnis löschen

CDU-Fraktion : Kindesmissbrauch nicht aus Führungszeugnis löschen

Im Kampf gegen Kindesmissbrauch will die CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag weitere strafverschärfende Initiativen starten.

„Auf jeden Fall müssen wir verhindern, dass verurteilte Straftäter später wieder mit Kindern in Kontakt kommen“, sagte die rechtspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Angela Erwin, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Mittwoch). „Daher werden wir auf Bundesebene ebenfalls darauf hinwirken, dass solche Straftaten auch nach ihrer Verbüßung nicht aus dem erweiterten polizeilichen Führungszeugnis gelöscht werden.“

Damit würden die Taten in dieser Hinsicht lebenslangen Freiheitsstrafen gleichgestellt. Bisher orientiere sich die Löschungsfrist an der Straftat und der jeweils verhängten Strafhöhe. Außerdem müssten vor allem auch freie Träger von Einrichtungen für Kinder und Jugendliche verpflichtet werden, sich vor der Einstellung von Personal das erweiterte Führungszeugnis vorlegen zu lassen.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will sexuellen Missbrauch bei Kindern grundsätzlich mit einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr belegen und damit auch grundsätzlich zum Verbrechen hochstufen; sie plant das ebenfalls für den Besitz von Kinderpornografie.

(dpa)