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Nächster Erlass der Landesregierung: Kinder dürfen nur noch in Ausnahmefällen in Kitas

Nächster Erlass der Landesregierung : Kinder dürfen nur noch in Ausnahmefällen in Kitas

In NRW dürfen nach einem Erlass der Landesregierung nur noch in Ausnahmefällen Kinder in die Kitas gebracht werden. Darauf hat das Familienministerium in Düsseldorf noch einmal am Samstag hingewiesen.

„Alle Erzieherinnen und Tagespflegepersonen werden am Montag arbeiten“, erklärte eine Ministeriumssprecherin. Alle Kindertageseinrichtungen, Heilpädagogischen Einrichtungen und Kindertagespflegestellen blieben zunächst grundsätzlich geöffnet. „Aber es dürfen nur noch die Kinder kommen, deren Eltern in einem Job arbeiten, der in der aktuellen Situation zwingend ausgeübt werden muss.“ Für alle anderen Kinder gelte ein Betretungsverbot. Mit der Regelung will man die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen oder gar verhindern.

Im Erlass ist bei den Ausnahmefällen von Kindern die Rede, deren Erziehungsberechtigte beziehungsweise Betreuungsperson eine „unentbehrliche Schlüsselperson“ sei und deren Betreuung nicht privat – beispielsweise durch Familienangehörige oder Homeoffice – möglich ist. Die Regelung gelte ab Montag zunächst bis zum 19. April.

Wörtlich heißt es im Erlass: „Schlüsselpersonen sind Angehörige von Berufsgruppen, deren Tätigkeit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung und der Aufrechterhaltung zentraler Funktionen des öffentlichen Lebens dient. Dazu zählen insbesondere: Alle Einrichtungen, die der Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung und der Pflege sowie der Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz), der Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser ÖPNV, Entsorgung), der Lebensmittelversorgung und der Handlungsfähigkeit zentraler Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung dienen.“

Familienminister Joachim Stamp (FDP) appellierte: „Ich bitte, dass Arbeitgeber flexibel unterstützen, wir uns gegenseitig helfen und keinesfalls die Kinder zu den Großeltern geben. Denn diese sind wie Personen mit Vorerkrankung besonders gefährdet.“

Zurvor hatte die Landesregierung einen Erlass verkündet, nach dem auch Veranstaltungen mit unter 1000 Personen nicht stattfinden sollen.

(dpa)