Antwerpen: „Killer von Brabant“: Ermittler unter Druck

Antwerpen: „Killer von Brabant“: Ermittler unter Druck

Die mehr als 30 Jahre zurückliegenden Verbrechen der „Killer von Brabant“ sind derzeit in Belgien Thema Nr. 1, nachdem einer der Hauptverdächtigen identifiziert werden konnte.

Und während sich viele Menschen fragen, wie die Räuber und Mörder jahrzehntelang unentdeckt bleiben konnten, sagte der Leiter der Ermittlungen, Generalstaatsanwalt Christian De Valkeneer aus Lüttich am Mittwoch: „Es hat Versuche gegeben, die Ermittlungen zu manipulieren.“

Justizminister Koen Geens hatte laut einem Bericht der „Gazet van Antwerpen“ bereits am Dienstag bestätigt: „Kurz nach meinem Dienstantritt im Jahr 2014 wurde mir klar, dass es Versuche gab, die Fahndung zu beeinflussen.“ Wer die Ermittler unter Druck gesetzt habe, ist nach Angaben des Generalstaatsanwaltes bis heute nicht geklärt.

Immer noch gebe es Versuche, die Ermittlungen zu manipulieren, bestätigte De Valkeneer, ohne Details zu nennen. Die Arbeit unter diesen Umständen sei nicht einfach. Und nach den jüngsten Veröffentlichungen zur Identität des 2015 verstorbenen „Riesen“, einem Mitglied der belgischen Polizei, könnte der Druck zunehmen.

(sim)
Mehr von Aachener Zeitung