Gangelt: Keine Terroristen: Fehlalarm in Gangelt

Gangelt: Keine Terroristen: Fehlalarm in Gangelt

Im Gangelter Ortsteil Langbroich hat es am Montag einen massiven Polizeieinsatz gegeben. Ein Zeuge hatte am Nachmittag die Polizei darüber informiert, dass sich mehrere Personen arabischer Abstammung in der örtlichen Asylbewerberunterkunft aufhalten. „Laut diesem Zeugen sollen die Unbekannten aus Paris und Belgien angereist sein“, erklärte Jürgen Heitzer, Sprecher der Heinsberger Polizei.

Nach diesem Hinweis auf Terrorverdächtige sperrten Polizisten die Straße, in der das Asylbewerberheim liegt, auf einer Länge von rund 200 Metern ab. Passanten wurde gebeten, die Quellestraße zu verlassen. Anwohner wurden aufgefordert, in ihre Häuser zurückzukehren.

Zwischenzeitlich waren auch Beamte eines Sondereinsatzkommandos aus Köln und Wesel in Langbroich eingetroffen. Die schwer bewaffneten Polizisten richteten hinter der Kirche ein Lagezentrum ein. Das Sondereinsatzkommando durchsuchte mit Hunden die Asylbewerberunterkunft, in der laut Anwohner etwa zehn Menschen leben.

Am frühen Abend konnte Entwarnung gegeben werden. Festgenommen wurde bei dem Einsatz lediglich ein 28-jähriger Mann, der aus Tunesien stammt und gegen den ein Haftbefehl zur Abschiebung vorliegt. Der Mann bleibt so lange in Haft, bis er den zuständigen Behörden zur Abschiebung übergeben werden kann.

Ein weiterer, zunächst noch unbekannter Mann, der sich ebenfalls in der Unterkunft aufhielt, wurde zur Abklärung seiner Identität zur Polizeiwache gebracht. Am Abend ergaben die polizeilichen Ermittlungen, dass es sich um einen 18-jährigen Asylsuchenden handelt, der aus Syrien stammt. Er wurde wieder freigelassen.

Bei der Asylbewerberunterkunft in Langbroich handelt es sich um ein von der Gemeinde angemietetes Haus. Alle dort lebenden Menschen hätten sich bislang eher unauffällig verhalten und immer einen guten Eindruck gemacht, hieß es am Montag in der Nachbarschaft.

Allerdings wurde auch von einer starken Polizeipräsenz nahe der Asylbewerberunterkunft Ende vergangener Woche berichtet, den die Polizei am Abend allerdings nicht bestätigen wollte.

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