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Mönchengladbach: Keine Bombe unterm Kindergarten

Mönchengladbach : Keine Bombe unterm Kindergarten

Nach der tagelangen Suche nach einer Weltkriegsbombe unter einem Mönchengladbacher Kindergarten sind die Kampfmittelräumer mit leeren Händen abgezogen. Zurück blieb ein renovierungs- und reinigungsbedürftiges Gebäude mit zwei Löchern in der Bodenplatte, berichtete ein Sprecher der Stadt Mönchengladbach am Mittwoch.

Mit Bussen und Taxen waren die 110 Kinder der Einrichtung wochenlang in andere Kindergärten gebracht worden. Die Kosten konnte die Stadt noch nicht beziffern.

Luftbilder hatten den Verdacht ausgelöst, unter den spielenden Kindern könnte ein todbringendes Relikt aus dem Krieg schlummern. „Vor zehn Jahren, als wir den Kindergarten gebaut haben, war das auch überprüft worden. Damals hieß es: „Da liegt nichts.”

Doch nun standen Kanalbauarbeiten vor dem Kindergarten an, und offenbar verfügten die Bombensucher der Bezirksregierung über andere Bilder als vor zehn Jahren. „Auf diesen Bildern war ein Krater genau an der Stelle zu sehen, an der jetzt der Kindergarten steht.”

Die Chance, dass sich an der Stelle tatsächlich ein Blindgänger befindet, habe bei 1:2 gelegen. Metalldetektoren, durch die Löcher in der Bodenplatte fünf Meter tief in den Boden eingeführt, hatten nichts Verdächtiges gemeldet. Nun sollen die Kinder so schnell wie möglich wieder an alter Stelle spielen können. Dies sei vermutlich schon kommende Woche wieder der Fall.