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Aachen: Kein Rückgang der Schwarzarbeit

Aachen : Kein Rückgang der Schwarzarbeit

In der Region Aachen lässt sich noch kein Rückgang der Schwarzarbeit feststellen.

Weder das Ordnungsamt des Kreises Aachen noch die Zollbehörden können sich dem Bundestrend anschließen, den Barbara Hen- dricks, Staatssekretärin im Bundesfinanzministeriums, vermeldet hatte.

Der durch Schwarzarbeit entstandene Schaden sei um zwölf Milliarden Euro im laufenden Jahr gesunken. „In der ersten Jahreshälfte zeichnet sich keine Trendwende ab”, sagt hingegen Kreis-Pressesprecher Hans-Josef Heinen.

Das Kreis-Ordnungsamt geht allerdings nur so genannten Handwerks- und gewerberechtlichen Verstößen nach, etwa wenn ein Handwerker nach Dienstschluss arbeitet, ohne das Gewerbe angemeldet zu haben.

Der Zoll ist die zweite Behörde, die der Schwarzarbeit nachgeht. In das Aufgabengebiet fallen Arbeitgeber, die illegal ausländische Arbeiter beschäftigen, und Arbeitnehmer, die weiterhin staatliche Unterstützung wie Sozialhilfe beziehen und gleichzeitig einer nicht angemeldeten Arbeit nachgehen.

omentan laufen im Kreis 75 Strafverfahren. Diese Zahl ist jedoch ein Muster ohne Wert, da es für die Fahner den Bezirk Aachen erst seit Januar 2004 gibt.

Hendricks Aussage stützt sich auf die Prognose eines einzelnen Experten, der jährlich eine Schätzung abgibt. Der vorausgesagte Rückgang der Schwarzarbeit stützt sich vor allem auf die zunehmende Anzahl von Minijobs.