Skifahren oder Wandern: Karnevalsmuffel fliehen aus den Hochburgen

Skifahren oder Wandern : Karnevalsmuffel fliehen aus den Hochburgen

Der Karneval wird an vielen Orten in Nordrhein-Westfalen auslassend gefeiert. Doch nicht jeder ist begeisterter Karnevalist. Doch wohin flüchten, um dem Trubel zu entkommen?

Während in den Straßen und Kneipen der Karnevalshochburgen von Nordrhein-Westfalen getanzt und getrunken wird, mögen es manche Menschen etwas ruhiger. Die Karnevalsmuffel zieht es auch in diesem Jahr auf die Skipisten im Sauerland, die Wanderwege in der Eifel oder in eines der Wellness-Hotels am Niederrhein, sagt eine Sprecherin des Vereins Tourismus NRW. „Die ländlichen Regionen eignen sich für die Karnevalsflucht.“ Auch das Bergische Land, das Münsterland und die Ausläufer des Ruhrgebiets seien beliebt.

Nach Angaben des Vereins Tourismus Sauerland sind viele Buchungen für Hotelzimmer und Ferienwohnungen in der Region eingegangen. Da die sogenannten Krokusferien in den Niederlanden in diesem Jahr auf das Karnevalswochenende fallen, werden besonders viele Reisende aus dem Nachbarland erwartet.

Trotz der zuletzt frühlingshaften Temperaturen kann im Sauerland auf rund 57 Kilometern Ski gefahren werden - dem aus Wasser technisch erzeugten Schnee sei Dank. „Das ist unsere zweite Hauptsaison“, sagte eine Sprecherin der Wintersport Arena Sauerland. Rund 60 Lifte seien am Wochenende in Betrieb. Bei Schneedecken von 25 bis 60 Zentimetern herrschen gute Wintersportbedingungen. Durch die trockene Luft schmelze der Schnee langsamer. Besonders in den größeren Wintersportgebieten wie Winterberg und Willingen könnten die Pisten voll werden.

In der Eifel haben neben den ruhesuchenden Bürgern aus NRW auch zahlreiche Belgier und Niederländer gebucht. „Das Karnevalswochenende ist stärker nachgefragt als die anderen Wochenenden im jeweiligen Monat. Das ist in den letzten Jahren festzustellen“, sagte eine Sprecherin von Eifel Tourismus über die Auslastungen von Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Die Campingplätze in der Region haben teilweise noch geschlossen. Auf den offenen Plätzen werde das Wetter entscheiden, wie voll es wird. „Die meisten Gäste werden erfahrungsgemäß spontan anreisen.“

Wer ganz kurzfristig aus den Hochburgen des Frohsinns wie Köln oder Düsseldorf flüchten möchte, habe allerdings durchaus noch Chancen eine Unterkunft zu bekommen. „Jeder, der das Sauerland jetzt als Kurzurlaubsziel in den Kopf bekommt, wird in der Regel noch ein passendes Angebot finden“, erklärte der Sprecher von Tourismus Sauerland. Auch in der Eifel waren den Angaben zufolge noch Betten frei.

(dpa)