Aachen: JVA-Ausbruch: Anklage ficht Urteil an

Aachen: JVA-Ausbruch: Anklage ficht Urteil an

Nach den Verteidigern der beiden Ausbrecher Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski will nun auch die Staatsanwaltschaft das Urteil im Aachener JVA-Prozess anfechten.

„Wir haben Revision eingelegt”, bestätigte der Sprecher der Behörde, Oberstaatsanwalt Robert Deller, am Donnerstag auf Anfrage.

Heckhoff und Michalski, die im November 2009 aus dem Aachener Gefängnis ausgebrochen waren, sind am Mittwoch vor der 8. großen Strafkammer des Aachener Landgerichts zu zehn beziehungsweise zehneinhalb Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Ihr Fluchthelfer, der JVA-Beamte Michael K., erhielt vier Jahre und drei Monate Haft ­ und lediglich dessen Verurteilung will die Staatsanwaltschaft nun vom Bundesgerichtshof überprüfen lassen, weil man, „was Strafhöhe und Begründung angeht”, damit nicht einverstanden ist. Die Anklage hatte sieben Jahre Haft für den „korrupten Beamten” gefordert. Das Gericht hatte ihn allerdings von dem Vorwurf der Beihilfe zu den Geiselnahmen der beiden Ausbrecher auf deren mehrtägiger Flucht freigesprochen.

Gegen die Aufhebung des Haftbefehls - K. ist bis zu seinem Haftantritt auf freiem Fuß - habe man aber keine Beschwerde eingelegt, erklärte Deller.

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