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Köln: Junge Frau umgebracht: Plädoyers im Schnürsenkel-Prozess

Köln : Junge Frau umgebracht: Plädoyers im Schnürsenkel-Prozess

Im Prozess um den Tod einer 22-jährigen Frau in Bergheim ist die Staatsanwaltschaft von ihrem bisherigen Tatvorwurf des Mordes abgerückt. Es sei nicht nachzuweisen, ob der Angeklagte - der ehemalige Lebensgefährte - sein Opfer von hinten heimtückisch angegriffen oder ob er aus Notwehr gehandelt habe.

So hieß es im Abschlussplädoyer am Freitag vor dem Landgericht Köln. Zudem sei nicht klar, ob der 27-Jährige die Frau mit bloßen Händen erwürgt oder einen Schnürsenkel benutzt habe. Als die stark verweste Leiche acht Wochen nach der Tat in der Wohnung des Paares gefunden wurde, lag ein Schnürsenkel um den Hals der Toten.

Der Angeklagte hatte gestanden, die Frau umgebracht zu haben, zur Art und Weise machte er im Prozess jedoch widersprüchliche Angaben. Die junge Frau soll ihn zuvor mit einem Messer angegriffen haben.

Die Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von zwölf Jahren. Die Verteidigung blieb mit sieben Jahren deutlich darunter. Das Urteil sollte noch am Freitagnachmittag gesprochen werden.

(dpa)