Feuer in Schule gelegt: Jugendlicher wegen Brandserie vor Gericht

Feuer in Schule gelegt : Jugendlicher wegen Brandserie vor Gericht

Ein Jugendlicher, der unter anderem seine eigene Schule in der Eifel angezündet haben soll, steht seit Donnerstag in Aachen vor Gericht.

Er muss sich nach Gerichtsangaben wegen Brandstiftung in sieben Fällen vor der Jugendstrafkammer des Landgerichts verantworten, in einem Fall in Tateinheit mit versuchtem Mord. Die Verhandlung ist nicht öffentlich.

Der Jugendliche hatte nach früheren Angaben unter anderem drei Brandstiftungen an seiner eigenen Schule zugegeben. Er besuchte demnach ein Gymnasium in Schleiden im Kreis Euskirchen, in dem es Ende letzten Jahres einen Großbrand gegeben hatte. Ein Teil des Gymnasiums wurde zerstört, es entstand ein Millionenschaden. Das Feuer hatte sich auf den gesamten Dachstuhl eines vorderen Gebäudes ausgebreitet. Für rund 460 Schüler fiel der Unterricht zunächst aus.

Nach früheren Angaben handelte es sich bei dem Jungen um einen damals 15-Jährigen, der sieben Brandstiftungen gestanden hatte. Darauf gründet auch nach Gerichtsangaben die Anklage. Zeugen gaben den entscheidenden Hinweis auf den Jugendlichen, nachdem ein Carport in Flammen aufgegangen war.

Trotz seines Alters kam der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Es bestand die Befürchtung, dass er ansonsten wieder einen Brand legen könnte.

(dpa)