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Jugendkarlspreis 2022: Das sind die Gewinner

Auszeichnung im Krönungssaal : Das sind die Gewinner des Jugendkarlspreises

Es geht um Musik, Debatten und die Ukraine: Am Dienstag sind in Aachen drei Projekte mit dem Europäischen Karlspreis der Jugend ausgezeichnet worden.

Das „Orquestra Sem Fronteiras“ (Orchester ohne Grenzen) ist am Dienstag im Krönungssaal des Aachener Rathauses mit dem Europäischen Karlspreis der Jugend ausgezeichnet worden. Bei dem Projekt aus Portugal geht es darum, mit Hilfe von verliehenen Stipendien das Talent junger Musikerinnen und Musiker auf der Iberischen Halbinsel zu fördern und Kultur dorthin zu bringen, wo sie rar ist.

Der zweite Platz ging an das Projekt „Politika (nejen) pro mladé!“, „Politik (nicht nur) für die Jugend“. 25 Schülerinnen und Schüler aus Tschechien und der Slowakei organisieren regelmäßige Debatten mit jungen Politikerinnen und Politikern. Die Filme, die dabei entstehen, teilen sie über Soziale Netzwerke mit interessierten Nutzerinnen und Nutzern. Darüber hinaus lädt die Gruppe die Internetgemeinschaft jeden Sonntag dazu ein, gemeinsam über wichtige Themen zu sprechen.

Der Beitrag aus Deutschland, „Ukrainian Vibes – European Public Sphere“, erreichte den dritten Platz. Im vergangenen Jahr organisierten zwei Studentinnen aus Deutschland und zwei junge Frauen aus der Ukraine insgesamt sieben virtuelle Dialoge zu den Themen Demokratie, europäische Integration und nachhaltige Entwicklung. Daran beteiligten sich insgesamt 172 Menschen aus 36 Ländern. Die Ergebnisse der Workshops sammelte die Gruppe in einem Ideenkatalog.

Insgesamt 460 Projekte nahmen an dem Wettbewerb, der sich an junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren wendet, teil – Rekord. Eingereicht wurden sie aus allen EU-Staaten. Vertreter des Europäischen Parlaments und der Karlspreisstiftung wählten aus den besten Projekten der jeweiligen EU-Mitgliedsstaaten den Preisträger und den Zweit- und Drittplatzierten. Diese dürfen sich über Geldpreise in Höhe von insgesamt 15.000 Euro freuen. Außerdem werden die Gewinnergruppen zu einem Besuch beim Europäischen Parlament eingeladen.

Die Würdigung findet traditionell im Vorfeld der Verleihung des Karlspreises statt. Mit diesem werden am Donnerstag die belarussischen Oppositionellen Swetlana Tichanowskaja, Maria Kalesnikava und Veronica Tsepkalo ausgezeichnet.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie im Laufe des Tages auf unseren Internetseiten.

(kit)