Düsseldorf: Jüdische Gemeinde ehrt „Stolperstein”-Künstler Gunter Demnig

Düsseldorf: Jüdische Gemeinde ehrt „Stolperstein”-Künstler Gunter Demnig

Der Kölner Bildhauer Gunter Demnig, der zur Erinnerung an NS-Opfer seit 1996 in ganz Deutschland „Stolpersteine” verlegt, erhält am Mittwoch in der Düsseldorfer Synagoge die Josef-Neuberger-Medaille der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf.

Die Laudatio auf den Preisträger wird der ehemalige Direktor des Kölnischen Stadtmuseums, Werner Schäfke, halten. In rund 400 Orten in Deutschland und dem benachbarten Ausland wurden bereits mehr als 20.000 „Stolpersteine” verlegt, mit denen Demnig das Bewusstsein für den Massenmord an den Juden aus den Gedenkstätten in den Alltag holen will.

Demnigs zehn mal zehn Zentimeter große „Steine des Erinnerns” tragen auf ihrer Messing-Oberseite die Lebensdaten und das Schicksal des jeweiligen NS-Opfers. Immer liegen die „Stolpersteine” ebenerdig im Pflaster vor den ehemaligen Wohnungen der Deportierten.

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit 1991 nicht-jüdische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben. Unter den Preisträgern sind die früheren Bundespräsidenten Johannes Rau (SPD) und Roman Herzog (CDU) und im vergangenen Jahr Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf ist mit rund 7.500 Mitgliedern die drittgrößte in Deutschland und die größte in Nordrhein-Westfalen.

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