Sprachförderung verbessern: Jedes dritte Kita-Kind hat einen Migrationshintergrund

Sprachförderung verbessern : Jedes dritte Kita-Kind hat einen Migrationshintergrund

Fast jedes dritte Kita-Kind in Nordrhein-Westfalen hat einen Migrationshintergrund. Rund 583.000 Kinder unter sechs Jahren besuchten im März 2018 ein Angebot der Kindertagesbetreuung, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte.

Davon hatten rund 182.600 oder 32 Prozent mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren wurde. Im März 2017 war der Anteil mit 31,7 Prozent fast gleich gewesen.

Bei jedem vierten Kind in Kindertagesbetreuung wurde den Angaben zufolge zu Hause überwiegend nicht deutsch gesprochen. „Kita als Integrationsort und als Bildungseinrichtung kann den Weg für eine frühe Integration ebnen. Leider wird diese Chance bisher nicht richtig genutzt“, sagte Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung. Es gebe zu wenig Erzieher. Die Landesregierung will mit einer Reform ab dem Kindergartenjahr 2020/21 unter anderem auch die Sprachförderung in Kitas verbessern. Insgesamt stieg die Anzahl der Kita-Kinder um rund 20.000 an.

Die regionalen Unterschiede sind groß. Während in den Ruhrgebietsstädten Gelsenkirchen und Duisburg in etwas jedes zweite Kita-Kind einen Migrationshintergrund hat, ist es im Kreis Coesfeld nur jedes zehnte Kind.

(dpa)