Risiko leicht gesunken: Jeder Sechste in NRW ist armutsgefährdet

Risiko leicht gesunken : Jeder Sechste in NRW ist armutsgefährdet

Fast jeder sechste Einwohner in Nordrhein-Westfalen ist armutsgefährdet. Das sind drei Millionen Menschen. Die Quote von 16,6 Prozent der Bevölkerung ist damit leicht rückläufig, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Düsseldorf berichtete.

Im Vorjahr hatte sie mit 17,2 Prozent Rekordhöhe erreicht. Die Armutsgefährdungsschwelle für Einpersonenhaushalte lag in NRW 2018 bei monatlich 1006 Euro und für einen Paarhaushalt mit zwei Kindern bei monatlich 2.112 Euro.

Nur 6,6 Prozent der einkommensarmen Bevölkerung waren im Jahr 2018 erwerbslos. Vor zehn Jahren waren es noch 14,1 Prozent. Gestiegen sind dagegen die Anteile der Erwerbstätigen, der Rentner, Pensionäre und sonstigen sogenannten Nichterwerbspersonen.

Nach der Definition der Europäischen Union gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn ihr weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung zur Verfügung steht.

(dpa)
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