Jahr 2020 wegweisend für nachhaltige Landwirtschaft in NRW

NRW verspricht Bauern Hilfe : Jahr 2020 wegweisend für nachhaltige Landwirtschaft

Die Bauern in NRW sorgen sich um ihre Zukunft. Immer mehr Betriebe müssen schließen, erst am Wochenende gab es deshalb eine Protest-Sternfahrt mit Hunderten Traktoren im Münsterland. Regierungschef Laschet verspricht ihnen Hilfe beim Wandel.

Nordrhein-Westfalen will seine Bauern beim Wandel hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft unterstützen. „Wir stehen vor einer Umstrukturierung des Landwirtschaftssektors. Dabei werden wir die Landwirtinnen und Landwirte nicht alleine lassen“, sagte Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Montag in Düsseldorf nach einer Konferenz mit Agrarvertretern in der Staatskanzlei. 2020 werde ein wegweisendes Jahr für die Branche, sagte Regierungschef Armin Laschet (CDU). Die Landesregierung wolle eine starke Landwirtschaft in NRW erhalten.

An dem in dieser Form ersten Gipfel nahmen Vertreter von etwa 20 Agrarverbänden teil. Noch im ersten Halbjahr ist eine weitere Konferenz unter Leitung des Ministeriums geplant. Die Landwirte sehen sich durch verschärfte Vorgaben zum Umweltschutz - etwa zur Düngeregulierung - aus Berlin und Brüssel unter Druck gesetzt. Sie sorgen sich um ihre Zukunft. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in NRW schrumpft seit Jahrzehnten. Erst am Wochenende gab es im Münsterland eine Protest-Sternfahrt nach Telgte mit Hunderten Traktoren.

Bei dem ersten Gipfel ging es vor allem um den Dialog. „Zuhören, antworten, wertschätzen – das ist unser Selbstverständnis“, sagte Laschet. Bei dem erneuten Treffen soll es unter anderem um das Streitthema Düngeregulierung gehen.

Agrarministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) hatte bei früheren Demonstrationen Verständnis für die Sorgen der Bauern gezeigt, zugleich aber die Verbraucher in die Pflicht genommen. Die Verbraucher seien gegen den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und forderten mehr Tierwohl. „Aber sie rennen gleichzeitig zu den Discountern und wollen möglichst wenig für Fleisch und sonstige Produkte bezahlen“, hatte die Ministerin Ende November gesagt.

(dpa)