Aachen: Irrfahrt endet im Gefängnis

Aachen: Irrfahrt endet im Gefängnis

„Nur verfahren” habe er sich - sagte zumindest der Fahrer eines Autos, das Bundespolizisten am Freitagmittag kontrollierten. An Bord: drei Jugendliche aus dem ehemaligen Jugoslawien. Einen Führerschein besaß der Fahrer übrigens nicht.

Die Ermittlungen der Eigentumsverhältnisse für das mit französischen Kennzeichen versehene Auto dauern derzeit noch an. Sicher ist nach Angaben der Bundespolizei lediglich, dass kein Versicherungsschutz und keine Zulassung für das Gefährt der Jugendlichen bestehen.

Auch Ausweispapiere besaß keiner der Insassen des Fahrzeugs. Die gehörige Portion Misstrauen der Beamten lohnte sich gleich mehrfach: In einer Socke unter dem Fahrersitz fanden sie Schmuck, darunter Uhren, Armbänder, Ringe und Ketten. Auch bei der Durchsuchung der Personen wurde weiterer Goldschmuck in der Kleidung festgestellt.

Nachdem die Insassen erkennungsdienstlich behandelt wurden, stellte sich schnell heraus, dass das Trio auch schon in Frankreich und in Belgien Spuren hinterlassen hatte. Wegen des Verdachts des Diebstahls, der Hehlerei, der unerlaubten Einreise, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz wurden Strafverfahren eingeleitet. Der zuständige Richter erließ Haftbefehl.

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