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Coronaherd: Infektions-Kennziffer im Kreis Gütersloh sinkt weiter

Coronaherd : Infektions-Kennziffer im Kreis Gütersloh sinkt weiter

Im nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies besonders vom Virus betroffenen Kreis Gütersloh ist die wichtige Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erneut gesunken. Nach den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) beträgt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz derzeit 78,0.

Am Vortag lag dieser Wert bei 86,0, am Dienstag vergangener Woche noch bei 270,2.

Der Kreis teilte am Mittwochnachmittag zudem mit, dass in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 120 positive Fälle bei Menschen entdeckt wurden, bei denen zunächst kein direkter Tönnies-Bezug erkennbar war. Das waren elf Fälle mehr als Stand Dienstag. Die Zahl der positiven Tests schwanke, die Mehrzahl der Betroffenen sei asymptomatisch. „Zurzeit ist der Anstieg vermutlich bedingt durch Personen mit einer Restpositivität nach einer unerkannten Infektion in der Vergangenheit, die durch die starke Ausweitung der Testung von asymptomatischen Personen entdeckt werden“, so der Kreis.

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hatte es den ersten regionalen Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf gegeben. Der Lockdown im Kreis Gütersloh gilt noch bis zum 7. Juli. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) des Landes Nordrhein-Westfalen hatte am Montag die entsprechenden Einschränkungen für den gesamten Kreis zwar bestätigt, die Landesregierung aber ermahnt, die Gültigkeit auch vor Ablauf ständig zu überprüfen.

Im Kreis Warendorf, in dem ebenfalls viele Tönnies-Mitarbeiter wohnen, war die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage schon am Freitag unter den Grenzwert von 50 gefallen. Der regionale Lockdown wurde daraufhin beendet. Am Mittwoch sank der Wert auf 12,9. Städte wie Duisburg (22,5), Düsseldorf (19,4) oder Wesel (19,1) haben höhere Werte.

(dpa)