Bundesweit leichter Rückgang: In NRW gibt es mehr Badetote

Bundesweit leichter Rückgang : In NRW gibt es mehr Badetote

In den ersten sieben Monaten des Jahres sind bundesweit weniger Menschen beim Baden ertrunken. Das teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Haltern am See mit.

Insgesamt starben der Statistik zufolge mit Stand vom 20. Juli 250 Menschen und damit 29 weniger als im gleich Zeitraum des Vorjahres. Gegen den bundesweiten Trend legten die Zahlen dagegen in Nordrhein-Westfalen zu: In NRW ertranken laut DLRG 40 Menschen, drei Tote mehr als zur Sommerzwischenbilanz im vergangenen Jahr, so der DLRG.

Am gefährlichsten ist es immer noch an Gewässern wie Seen, Flüssen und Kanälen. In NRW starben allein an Seen und Teichen 14 Menschen. Diese Gewässer werden nicht von Rettungsschwimmern bewacht, weshalb hier viele Menschen ertrinken, wie DLRG-Sprecher Achim Wiese erklärte.

Die DLRG kritisiert die schlechteren Schwimmfähigkeiten gerade bei Kindern. Nur knapp über 40 Prozent der Kinder könnten nach der Grundschule schwimmen. In den 1990er Jahren seien das noch nahezu 90 Prozent gewesen.

Eine Übersicht über die Ertrunkenen in Nordrhein-Westfalen von 2007 bis heute gibt es hier:

(dpa)
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