Düsseldorf: In mehreren NRW-Städten wieder Public-Viewing

Düsseldorf: In mehreren NRW-Städten wieder Public-Viewing

Wenn am 11. Juni die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika startet, wird es auch in Nordrhein-Westfalen in einigen Städten wieder große Public-Viewing-Veranstaltungen geben.

Bei den Organisatoren stehen dabei aber naturgemäß die Spiele der Deutschen Nationalmannschaft im Mittelpunkt. Die Übertragung von Spielen anderer Nationen ist eher die Ausnahme. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur ddp.

So werden in der Kölner Lanxess-Arena zunächst die drei Vorrundenspiele der Deutschen Nationalmannschaft am 13., 18. und 23. Juni übertragen. Bis zu 40.000 Besucher werden zu den Übertragungen erwartet - neben einer Halle für bis zu 20.000 Menschen werden noch eine Freifläche sowie ein Restaurantbereich bereitgestellt.

„Inwieweit wir dann weitere Spiele übertragen, hängt vom Verlauf des Turniers für das deutsche Team ab”, sagt der stellvertretende Sportamtsleiter Horst Meyer. Eventuell könnte bei einer erhöhten Nachfrage zu bestimmten Spielen auch Begegnungen anderer Teams - etwa der Italiener - übertragen werden. Ob zu der Veranstaltung ein Kostenbetrag erhoben wird, werde derzeit noch geprüft.

Einen Eintritt in Höhe von sechs Euro für den Innenraum und neun Euro auf den Tribünen nehmen die Organisatoren des Public Viewing in der Esprit-Arena in Düsseldorf. Die Fahrkarte des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr zu der Veranstaltung ist darin enthalten. Zu den WM-Spielen der deutschen Mannschaft können bis zu 30.000 Besucher kommen.

„Neben der Übertragung der Spiele werden wir ein umfangreiches Rahmenprogramm bieten, um für den Besucher einen echten Mehrwert zu schaffen”, sagt der Geschäftsführer von DüsseldorfCongress, Jörg Mitze.

Auch in Essen können die Fußballfans Public Viewing nutzen. In der Halle 6 der Messe Essen werden zunächst die deutschen Vorrundenspiele übertragen. Sollte sich Deutschland für die Finalspiele qualifizieren, werden auch diese Begegnungen übertragen, erklärten die Organisatoren. Übertragungen von Spielen anderer Mannschaften sind den Angaben zufolge nicht geplant.

In der fußballfeldgroßen Messehalle finden rund 7500 Besucher Platz - dabei gibt es etwa 5000 Sitzplätze in Form von Biertischgarnituren. Der Eintritt kostet fünf Euro (zuzüglich Gebühren) für einen Erwachsenen pro Spiel. Zudem können Tische für bis zu zehn Personen reserviert werden.

In dem benachbarten Gelsenkirchener Stadion Veltins-Arena beschränkt man sich ebenfalls auf die WM-Spiele mit deutscher Beteiligung. „Wir haben drei Spiele plus x geplant”, erklärt Peter Kötting von der Veranstaltungsagentur ”All About Events„. Bis zu 60.000 Besucher können die Spiele in dem Stadion verfolgen. Der Eintritt kostet neun Euro (inklusive eines Getränks).

Beim Nachbarn und traditionellen Fußballrivalen Dortmund werden gleich zwei Orte für Public Viewing angeboten. So werden die Spiele der Deutschen Nationalmannschaft in der Westfalenhalle 1 auf einer Großleinwand zeigt. Der Eintritt zu der Halle beträgt fünf Euro (inklusive eines Getränks). Bis zu 10.000 Besuchern können kommen.

Fußballfans, die noch mehr WM-Spiele in großer Runde sehen wollen, können sich auf den Dortmunder Friedensplatz begeben. Vor dem Rathaus werden alle Spiele übertragen, die im Free-TV zu sehen sind. Bis zu 15.000 Leute finden dort Platz, der Eintritt ist zudem frei.

Aber auch die Gastronomen in NRW erwarten aufgrund der Fußball-WM mehr Kunden und Umsatz. ”Auch das kleine Public Viewing„ ist beliebt”, erklärt der Sprecher des deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in NRW, Thorsten Hellwig. Nach seiner Ansicht dürfte es in diesem Jahr nicht so viele große Public-Viewing-Veranstaltungen geben wie noch vor vier Jahren bei der WM in Deutschland. Deshalb werde das Fußballgucken in Gaststätten auch verstärkt Leute anziehen.

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