Hürtgenwald-Horm: In Horm fangen 3000 Tonnen Müll Feuer

Hürtgenwald-Horm: In Horm fangen 3000 Tonnen Müll Feuer

Ein Schaden von rund drei Millionen Euro ist am Sonntag bei einem Brand in dem Restmüllzwischenlager in Hürtgenwald-Horm entstanden. Personen befanden sich nicht in Gefahr. Zur Brandursache konnten Feuerwehr und Betreiber noch keine Angaben machen.

Gegen 9.45 Uhr rückte die Feuerwehr zum Restmüllzwischenlager aus. Zu dem Zeitpunkt stand schon weithin sichtbar eine dicke Rauchsäule am Himmel. In Horm wird der Restmüll der Eifelgemeinden und der Kommunen aus dem Dürener Südkreis zwischengelagert - rund 3000 Tonnen, so Michael Uhr, Sprecher der AWA Entsorgung GmbH, die neben dem Zwischenlager Horm auch die Müllverbrennungsanlage in Weisweiler betreibt. Uhr war direkt zum Brandort geeilt. „Das Feuer breitet sich immer mehr aus. Man kommt nicht mal annähernd an die Anlage ran”, zog er zur Mittagszeit ein kurzes Zwischenfazit.

Zu dem Zeitpunkt waren bereits deutlich mehr als 100 Einsatzkräfte vor Ort und versuchten den Brandherd unter Kontrolle zu bringen. Am Nachmittag wurden die Aluminiumverkleidungswände der Halle demontiert, um Wasser und Löschschaum direkt an den Brandherd zu bringen. Dazu wurden eigens Bagger eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Feuerwehr schon Einsatzkräfte nachalarmiert, so dass mehr als 270 Wehrleute vor Ort waren und von Einsatzkräften aus Zülpich, Simmerath und selbst dem Jülicher Bereich unterstützt wurden. Wegen der enormen Rauchentwicklung hatte Rudolf Esser von der Dürener Feuerwehr den Anwohnern schon früh empfohlen, Fenster und Türen fest zu verschließen, zumal der brennende Restmüll auch zu einer erheblichen Geruchsbelästigung führte. Eine Gefährdung durch den Rauch schloss Esser allerdings aus. Messungen hatten keine besorgniserregenden Werte ergeben.

Die Löscharbeiten sind noch in vollem Gange. Vier Wasserversorgungsleitungen von je drei Kilometern Länge hat die Feuerwehr da schon aufgebaut, um Wasser aus der Rur entnehmen zu können. Das Ziel: den Brand zumindest unter Kontrolle zu bringen und die Rauchentwicklung zu verhindern. Michael Uhr: „Vor vier Wochen hat es einen vergleichbaren Brand in Köln gegeben. Dort hat der Müll vier Tage gebrannt.”

Logistische Probleme werden durch den Ausfall des Zwischenlagers nicht entstehen, versicherte Uhr: „Es wird keinen Entsorgungsnotstand geben.”

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