Aachen: In Aachen lebender Brite will sich zum Fall Madeleine äußern

Aachen: In Aachen lebender Brite will sich zum Fall Madeleine äußern

Im Fall der seit zwei Jahren vermissten Madeleine aus dem englischen Leicestershire sorgt ein derzeit in Aachen lebender Brite weiter für Aufsehen.

Medienberichten zufolge soll sich der wegen Kindesmissbrauchs polizeibekannte Mann im Mai 2007 in einer portugiesischen Ferienanlage in Praia da Luz an der Algarve aufgehalten haben, als dort die damals Dreijährige spurlos verschwand.

Der Rechtanwalt des 64-jährigen Raymond H. sagte am Freitag der Nachrichtenagentur ddp, dass sein Mandant mehrere Jahre an der Algarve gelebt habe und sich dort entsprechend gut auskenne. Ob ihm auch die Anlage, aus der Madeleine verschwand, vertraut sei, wollte der Rechtsanwalt zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

In der kommenden Woche will der Brite auf einer Pressekonferenz in Aachen zu dem Fall Stellung nehmen. Wann dieser Pressetermin stattfindet, hängt vom Gesundheitszustand des Mannes ab, der sich nach einer schweren Krebsoperation einer Chemotherapie unterziehen muss.

Raymond H. war am Donnerstag in Aachen von britischen Kriminalbeamten zu zwei lange zurück liegenden Missbrauchsfällen befragt worden. Dabei wurde ihm auch eine Speichelprobe entnommen. Madeleine sei dabei kein Thema gewesen. Vielmehr hätten die britischen Kriminalbeamten betont, dass der Fall sowohl in Großbritannien wie auch in Portugal derzeit ausermittelt sei. Nach Auswertung der DNA-Probe geht der Anwalt davon aus, dass sein Mandant in den beiden anderen Missbrauchsfällen „deutlich entlastet” werde.