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Weitere Jahrgänge in Kürze: Impfungen für Jahrgang 1941 angelaufen

Weitere Jahrgänge in Kürze : Impfungen für Jahrgang 1941 angelaufen

In NRW werden jetzt auch die 79-Jährigen gegen das Coronavirus geimpft. Und in Kürze sollen Buchungsmöglichkeiten für weitere Jahrgänge freigeschaltet werden.

In den nordrhein-westfälischen Impfzentren sind am Donnerstag die Coronavirus-Schutzimpfungen für den Jahrgang 1941 angelaufen - teils mit längeren Warteschlangen. Sie erhalten nach Angaben des Düsseldorfer Gesundheitsministeriums das Präparat von Biontech/Pfizer. Parallel laufen die Impfungen für besonders gefährdete Berufsgruppen und Zweitimpfungen für über 80-Jährige weiter.

Gleichzeitig kündigte die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein an, dass im Rheinland ab sofort auch alle Senioren ab dem Jahrgang 1943, die in diesem Jahr 78 Jahre alt werden oder älter sind, einen Termin für eine Covid-19-Schutzimpfung buchen können. Für die Lebenspartnerin oder den Lebenspartner könne unabhängig vom Alter gleich ein Termin mitgebucht werden. Derzeit seien noch in fast allen Impfzentren Termine buchbar. Weitere Termine würden in den nächsten Tagen freigeschaltet.

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zog am Donnerstag eine erste positive Zwischenbilanz. Trotz des großen Ansturms - auch während der Astrazeneca-Sonderaktion für die Altersgruppe „60 plus“ über die Ostertage - halte die neue Buchungsplattform stand und laufe stabil, erklärte der Vorstand in einer Mitteilung. In der Spitze habe das neue Portal 5000 Impf-Termine pro Minute vergeben, teilte die Deutsche Telekom mit.

Das NRW-Gesundheitsministerium sprach von problemlosen Buchungen für den Jahrgang 1941. „Es stehen ausreichend Termine zur Verfügung.“ Der Kreis Wesel sprach am Mittag allerdings von längeren Wartezeiten im örtlichen Impfzentrum. Viele Impflinge brächten die erforderlichen Dokumente nicht ausgefüllt mit, sondern hätten das noch vor Ort nachzuholen. Sie seien offenbar von der KV Nordrhein bei der telefonischen Buchung nicht deutlich über die Dokumente informiert worden. Deshalb werde der Krisenstab Kontakt mit der KV aufnehmen.

Andere Impflinge hätten einfach ihre Ehepartner mit gebracht in der fälschlichen Annahme, diese würden automatisch mitgeimpft. „Ohne Termin kann leider keine Impfung erfolgen“, stellte Landrat Ingo Brohl fest. Auch im Impfzentrum Bonn reihten sich am Vormittag etliche Senioren in die Schlangen ein und warteten geduldig auf ihren Piks.

Die 79-Jährigen sind seit Dienstag aufgerufen, Termine zu buchen. Auch Bürger, die 80 Jahre oder älter seien, könnten weiter Impf-Termine vereinbaren - ebenfalls für Lebenspartner, gleich welchen Alters, erklärte die KVWL. „Wichtig ist, dass der Termin für den Lebenspartner aktiv gebucht wird.“

In Kürze würden auch schon die Buchungssysteme für die Jahrgänge 1942 und 1943 freigeschaltet, kündigte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur an. Derzeit sei die Nachfrage nicht genau zu prognostizieren, weil noch unklar sei, wie viele Partner mit angemeldet würden. In NRW sind rund 1,6 Millionen Menschen 70 bis 80 Jahre alt und 1,2 Millionen sind noch älter.

Die Buchungen laufen über die Kassenärztlichen Vereinigungen - online über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117 oder zusätzliche Rufnummern je nach Landesteil über 0800 116 117 02 für Westfalen-Lippe und 0800 116 117 01 für das Rheinland.

(dpa)