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Städteregion über Durchschnitt: Immer mehr unter Dreijährige in Kitas und bei Tageseltern

Städteregion über Durchschnitt : Immer mehr unter Dreijährige in Kitas und bei Tageseltern

Immer mehr unter Dreijährige werden in Nordrhein-Westfalen in Kitas oder bei Tageseltern betreut. In der Städteregion Aachen betrifft dies sogar mehr Kinder als im NRW-Durchschnitt. In den Kreisen Düren und Heinsberg sieht das anders aus.

Anfang März 2020 waren landesweit 29,2 Prozent der Kinder unter drei Jahren in einer Tagesbetreuung, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Ein Jahr zuvor habe die Betreuungsquote noch bei 28,2 Prozent gelegen. Die Zahl der unter Dreijährigen in Betreuungseinrichtungen stieg um 4565 auf mehr als 151.700.

Regional gibt es in NRW bei den Betreuungsquoten der Kleinsten große Unterschiede. So lag die Quote in Duisburg bei nur 17,6 Prozent und im Kreis Coesfeld bei 39,9 Prozent. Die Kreise der Region landen vergleichsweise im Mittelfeld: In der Städteregion Aachen ist die Quote von 32,3 Prozent auf 33 Prozent gestiegen und liegt damit über dem NRW-Durchschnitt. Knapp unter dem Schnitt liegt der Kreis Düren mit 28 Prozent. Die wenigsten Kinder unter drei Jahren werden im Kreis Heinsberg betreut (26 Prozent).

NRW gehört bundesweit zu den Schlusslichtern bei den Betreuungsquoten. Spitzenreiter sind in der Regel die ostdeutschen Bundesländer mit Quoten über 50 Prozent und die Stadtstaaten wie Berlin und Hamburg.

Auch in den einzelnen Altersgruppen fallen die Betreuungsquoten unterschiedlich aus. 1,1 Prozent der unter Einjährigen und mehr als ein Viertel der Einjährigen (26 Prozent) wurden in Tageseinrichtungen betreut. Bei den Zweijährigen gingen schon fast 60 Prozent in eine Kita oder zu Tageseltern. Jedes Kind hat laut Familienministerium ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz und ab dem vollendeten 3. Lebensjahr einen Anspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung.

Die Statistiker wiesen darauf hin, dass aufgrund der zeitweiligen Schließung und des eingeschränkten Betriebs der Kindertageseinrichtungen durch die Corona-Pandemie einige
Einrichtungen ihre Daten nicht rechtzeitig übermitteln konnten.

(jas/dpa)