Gladbeck/Düsseldorf: Immer mehr Gotteshäuser werden geschlossen

Gladbeck/Düsseldorf: Immer mehr Gotteshäuser werden geschlossen

Immer mehr Gemeinden in Nordrhein-Westfalen müssen wegen Mitglieder- und Geldmangels ihre Kirchen schließen.

Bereits seit Jahrzehnten werden Gotteshäuser entwidmet, verkauft, vermietet oder abgerissen. 90 Kirchen wurden zwischen 1977 und September 2008 allein in der Evangelischen Landeskirche im Rheinland entwidmet. Besonders dramatisch ist die Situation im Ruhrbistum Essen. Für 96 Kirchen stehen dort künftig keine Kirchensteuern mehr zur Verfügung.

Elektromeister Ralf Wünnemann kaufte Ende 2007 die ehemalige katholische St.-Pius-Kirche in Gladbeck-Brauck. Er verlegte seinen Firmensitz in das 1972 gebaute Gebäude und nutzt das Kirchenschiff seither als Lagerraum. Nicht alle Kirchenmitglieder seien damit glücklich gewesen, sagt der 43-Jährige.

Das sei bis heute zu spüren. Was eine Umwidmung für betroffene Anwohner bedeuten kann, sollen nun Volkskundler im Auftrag des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe am Beispiel von drei Orten herausfinden.