Aachen: Im Sonderzug nach Herzogenrath: Königin Beatrix kommt

Aachen: Im Sonderzug nach Herzogenrath: Königin Beatrix kommt

Die Vorbereitungen des Besuchs der königlichen Familie der Niederlande am Freitag in Herzogenrath sind inzwischen weitestgehend abgeschlossen.

Die Blumen sind bestellt, alle Abläufe durchgespielt und die Sicherheitsvorkehrungen wie Straßen- oder Streckensperrungen in die Wege geleitet. „Kurzfristige Änderungen kann es immer geben”, sagt eine Sprecherin der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, „aber wenn alles gut durchgeplant ist, kann man auch flexibel reagieren.”

Nach aktuellem Stand wird die Delegation um 15 Uhr mit einem Sonderzug aus Essen, wo zuvor die Zeche Zollverein Station war, in Herzogenrath eintreffen. Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister von Herzogenrath, Christoph von den Driesch, und den Bürgermeister von Kerkrade, Jos Som, wird Königin Beatrix mit ihrer Familie ins Eurode Business Center gefahren. Dort wird sie sich mit deutschen Jugendlichen unterhalten, die in der Schule Niederländisch lernen, und eine Anwohnerin treffen, die von den Lebensumständen an der Grenze erzählen will.

Rainer Goebel von der Rijksuniversität Limburg und Nadim Joni Shah von der Jülich Aachen Research Alliance - einer Initiative der RWTH Aachen - werden anschließend einen Vortrag über ihre Kooperation auf dem Feld der Hirnforschung halten. Zuguterletzt wird die Königin der kleinen deutsch-niederländischen Polizeistation im Eurode Business Center einen Besuch abstatten. Vom Nato-Stützpunkt in Geilenkirchen aus wird die Delegation dann die Heimreise antreten.

Staatsbesuche wie der der königlichen Familie der Niederlande sind für das Land Nordrhein-Westfalen nicht gerade an der Tagesordnung. „Der letzte war vor drei Jahren: Harald und Sonja aus Norwegen”, sagt die Sprecherin der Staatskanzlei. Auch sie seien damals auf der Zeche Zollverein gewesen. „Die Station wird relativ häufig ins Programm aufgenommen, weil es Weltkulturerbe und inzwischen auch ein Schmuckstück ist”, erklärt sie. Königin Beatrix habe außerdem ausdrücklich gewünscht, dass das Thema Strukturwandel auf der Reise Berücksichtigung findet.

Die Staatskanzlei steht während der Vorbereitung in engem Kontakt mit dem niederländischen Generalkonsulat in Düsseldorf und in der Verlängerung mit der niederländischen Botschaft in Berlin und koordiniert alle Abläufe in NRW vor Ort. Sie bespricht Details mit den beteiligten Kommunen, stimmt sich mit der Polizei ab, lässt einen Abschnitt der A 52 zeitweise sperren und sorgt auch dafür, dass die 30 niederländischen Journalisten, die mitreisen, versorgt sind. „Am Ende kommt meistens dann doch alles ganz anders als es geplant war”, heißt es aus der Staatskanzlei.

Ein paar Punkte sind bei solchen Terminen letztlich aber doch Routine: So orientieren sich etwa die Blumenbouquets oft an den Landesfarben von Nordrhein-Westfalen. „Wahrscheinlich wird Beatrix aber einen Strauß mit Orange als Hauptfarben bekommen”, sagt die Sprecherin der Staatskanzlei. Und Maxima würde auf keinen Fall den gleichen überreicht bekommen. So sind die Regeln.

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