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NRW-Statistik: Im Schnitt 964 Einwohner auf eine Arztpraxis

NRW-Statistik : Im Schnitt 964 Einwohner auf eine Arztpraxis

Im landesweiten Durchschnitt kamen im Jahr 2019 insgesamt 964 Einwohner auf eine Arztpraxis. Besonders gut schnitten Bonn, Münster und Düsseldorf ab. Auch die Städteregion Aachen landete auf einem vorderen Platz.

In Bonn, Münster und Düsseldorf entfielen 2019 die wenigsten Einwohner auf eine Arztpraxis. Kamen im landesweiten Schnitt 964 Einwohner auf eine Allgemeinmedizin- oder Facharztpraxis, waren es in Bonn lediglich 562, in Münster 632 und in der Landeshauptstadt 642, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Düsseldorf berichtete.

Insgesamt wurden 2019 landesweit 18.621 Praxen registriert. Zum Vergleich: 2014 waren es noch 18.711, 2009 sogar noch 19.541. Die meisten Einwohner je Arztpraxis wurden 2019 für die Kreise Olpe (1381), Gütersloh (1280) und Kleve (1240) errechnet.

In der Region gab es Ende 2019 insgesamt noch 1164 Arztpraxen, davon 694 in der Städteregion Aachen, 241 im Kreis Düren und 229 im Kreis Heinsberg. Umgerechnet auf die Einwohner entfielen in der Städteregion 803 Einwohner auf jede Arztpraxis. Im landesweiten Vergleich kommt Aachen damit auf den siebten Platz. Oberhalb des NRW-Durchschnitts landen hingegen die Kreise Düren (1098 Einwohner je Praxis, Rang 37) und Heinsberg (1116 Einwohner je Praxis, Rang 38).

Die Statistiker wiesen darauf hin, dass Praxen in städtisch geprägten Gebieten auch einen Teil der Versorgung des Umlandes übernehmen. Auch seien keine unmittelbaren Rückschlüsse auf die konkrete ärztliche Versorgungssituation möglich: Hierfür sei nicht die Zahl der Praxen, sondern die Zahl der Ärztinnen und Ärzte ausschlaggebend.

(jas/dpa)