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Prozess gegen TV-Auswanderer Jürgen Albers: Im Rollstuhl ins Gericht

Prozess gegen TV-Auswanderer Jürgen Albers : Im Rollstuhl ins Gericht

Vor dem Aachener Landgericht hat am Mittwoch der Prozess gegen TV-Auswanderer Jürgen Albers aus Eschweiler und vier weitere Angeklagte begonnen. Es geht dabei um 1,4 Tonnen Kokain.

Mit einer Erörterung der Verhandlungsfähigkeit des Hauptangeklagten hat am Mittwoch vor dem Landgericht Aachen der Prozess gegen eine mutmaßliche Drogenbande begonnen. Der 60 Jahre alte einstige TV-Auswanderer Jürgen Albers aus Eschweiler, der als Teil der Vox-Produktion „Goodbye Deutschland“ zu einiger Bekanntheit gelangt war, wurde in einem Rollstuhl in den Gerichtssaal im Landgericht geschoben.

Albers und vier weiteren Angeklagten im Alter zwischen 32 und 44 Jahren wird vorgeworfen, insgesamt 1,4 Tonnen Kokain in Luxusautos geschmuggelt zu haben. Die Anklage wurde am Mittwoch noch nicht verlesen, weil eine an Corona erkrankte Angeklagte nicht teilnehmen konnte.

Albers bestreitet nach früheren Angaben seines Anwalts die in der Anklageschrift erhobenen Vorwürfe. Er sei aber zur Kooperation mit dem Gericht bereit. Für die Beschuldigten gilt bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung.

Ein medizinischer Sachverständiger sagte mit Blick auf die Verhandlungsfähigkeit des 60-Jährigen, der Angeklagte sei „sicherlich sehr krank“. Aber er sehe keinen Grund, weshalb eine Verhandlungsfähigkeit nicht bestehen sollte. Albers leidet seit langem an Diabetes.

(dpa)