Illegale Zigarettenfabrik bei Durchsuchungsaktion aufgeflogen

Durchsuchungsaktion im Süden der Niederlande: Lagerort für illegalen Tabak in Landgraaf aufgeflogen

In einem Schuppen in Landgraaf hat die niederländische Polizei in einem versteckten Raum ein Lagerort für illegalen Tabak gefunden. Dutzende Schachteln wurden konfisziert. Im Rahmen einer Aktionswoche finden in den Südniederlanden einige Razzien statt.

Laut Polizei sei noch unklar, wie viel Tabak genau in dem Schuppen in der Melchersstraat gefunden wurde. Weitere Untersuchungen stünden noch aus.

Im Rahmen einer Aktionswoche untersucht die Polizei sowie die Staatsanwaltschaft in den Südniederlanden gezielt Industriestandorte und Außenbereiche der Landwirtschaft, um evenuelle kriminelle Handlungen aufzudecken. So seien vor allem mögliche Hanfplantagen in Fabrikhallen oder Labore zur Herstellung synthetischer Drogen in Scheunen im Visier der Beamten.

Bei den Razzien werden aber auch administrative Bereiche untersucht, weshalb auch die Steuer- und Zollverwaltung im Einsatz sind. Die Inspektionen werden von Montag bis Donnerstag in Limburg durchgeführt, heißt es.

Neben dem Lagerort für illegalen Tabak in Landgraaf wurden in Weert und in Nederweert zwei Hanfplantagen gefunden. Momentan finden auch dort weitere Untersuchungen statt. Es handelt ich um ein Lager in der Winnerstraat in Nederweert und ein Lager im Gewerbegebiet De Noord in Weert.

Der Bürgermeister von Landgraaf, Raymond Vlecken, äußert sich zur Wichtigkeit dieser Aktionswoche und sagt: „Kriminelle Aktivitäten greifen zunehmend in den Alltag ein. Dies führt zu Unsicherheit für unsere Bewohner und der Gesellschaft. Wir kämpfen gemeinsam dagegen."

Wegschauen ist keine Option

Um die kriminellen Machenschaften zu bekämpfen, bedarf es einer breiten Offensive. Kommunen, Unternehmen, Wasserbehörden, Polizei, Branchenorganisationen und Bürger können etwas unternehmen. Die Polizei appelliert: Wer etwas sieht, hört oder riecht, soll es melden. In dringenden Fällen unter der 112, ansonsten unter der +31 (0) 900-8844.

(red/pol)
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