Hyalomma-Zecke: Riesenzecke in Simmerath-Lammersdorf entdeckt

Seltener Fund : Leser entdeckt Riesenzecke auf einer Wiese in Lammersdorf

Nach unserem Bericht über eine wahrscheinliche Fleckfiebererkrankung durch den Biss einer Hyalomma-Zecke im Raum Siegen hat ein Leser ein Exemplar dieser Zeckenart auch in unserer Region entdeckt.

Er fand das Tier auf einer Wiese bei Simmerath-Lammersdorf – und fotografierte es auf der Zeitung. Diese Zecke sei in Deutschland selten, sagte Susanne Glasmacher vom Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) auf Anfrage.

Der Fund kommt für den Biologen Karl Josef Strank von der RWTH Aachen angesichts des Klimawandels dennoch nicht überraschend. „Dass die Hyalomma-Zecke hier auftaucht, ist keine große Sensation“, sagt Strank.

Funde ans RKI schicken

Ob sich durch sie die Gefahr einer Fleckfieberinfektion erhöht, müsse aber noch untersucht werden. RKI-Sprecherin Glasmacher verweist darauf, dass der Erreger selten sei. Er könne aber nicht allein von der Hyalomma-Zecke übertragen werden, sondern auch von anderen Zeckenarten. Dennoch schätzt sie das Risiko weitaus größer ein, nach einem Zeckenbiss etwa von einem Gemeinen Holzbock an Borreliose zu erkranken.

Hyalomma-Zecken will das RKI genauer untersuchen und bittet deshalb darum gefundene Tiere (tot oder lebendig, bitte nicht zerquetscht) auf einem Blatt Papier mit einem Klebestreifen zu fixieren und an das Robert-Koch-Institut, ZBS 1 - Zecken, Seestraße 10 in 13353 Berlin zu senden. 

(red)
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