Hückelhoven: Tödliche Hiebe mit Samuraischwert in Hückelhoven

Bluttat an Karsamstag : Die Hiebe mit dem Samuraischwert waren tödlich

Mit einem Samuraischwert soll ein 47-jähriger Mann einen Bekannten in der Nacht zu Karsamstag in Hückelhoven getötet haben. Der mutmaßliche Täter hat die Schwerthiebe gestanden – doch es sind noch viele Fragen offen.

Was genau in der Nacht zum Karsamstag in dem Reihenhaus einer ehemaligen Bergmannssiedlung in Ratheim geschehen ist, lässt sich immer noch nicht genau rekonstruieren. Alkohol, Erinnerungslücken und eine Tat ohne Augenzeugen machen den Ermittlern von Polizei und Staatsanwaltschaft Mönchengladbach das Leben schwer.

Klar ist, dass der 47-jährige Mann seinen 38-jährigen Bekannten gegen 5.30 Uhr getötet haben soll. Oberstaatsanwältin Carola Guddat sagte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass der Täter mehrmals mit einem Samuraischwert auf seinen Bekannten eingeschlagen haben soll. Der Täter habe sein Opfer im Bereich von Oberkörper und Hals getroffen. Wie viele Schläge es waren, dazu wollte Guddat „aus ermittlungstaktischen Gründen“ keine Angaben machen.

Die Schwerthiebe habe der 47-Jährige eingestanden, sagte Guddat. Allerdings berufe er sich dabei auf große Erinnerungslücken. Er könne sich auch nicht daran erinnern, warum es zu dem Streit und der Auseinandersetzung mit seinem Bekannten, der ihn in seinem Haus in Ratheim besucht hatte, gekommen war. „Seine gesamte Einlassung war von Erinnerungslücken geprägt“, sagte Guddat.

Der Alkoholpegel des 47-Jährigen passe zu diesen Angaben, sagte Oberstaatsanwältin Guddat. Wie viel Promille er hatte, könne sie nicht genau sagen, da das Blutalkoholgutachten noch ausstehe. Sie beantragte aber einen Haftbefehl wegen Totschlags im Zustand verminderter Schuldfähigkeit. Das deutet darauf hin, dass der mutmaßliche Täter große Mengen Alkohol getrunken haben muss.

Dem Vernehmen nach soll bekannt gewesen sein, dass der 47-Jährige ein Alkoholproblem hatte. Ebenfalls gerüchteweise ist zu hören, dass der Mann der Polizei, die er selbst verständigt hatte, die Tür noch mit dem Samuraischwert in der Hand geöffnet haben soll.

Wegen all dieser offenen Fragen ist die Arbeit der Ermittler längst noch nicht abgeschlossen. Es könnte weitere Befragungen des mutmaßlichen Täters geben. Da er nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit dem 38-jährigen Opfer alleine in seinem Haus war, gibt es keine weiteren Zeugen, die vernommen werden können.