Aachen/Lüttich: Homejacking: Von Einbrechern gestohlene BMW in Belgien aufgespürt

Aachen/Lüttich : Homejacking: Von Einbrechern gestohlene BMW in Belgien aufgespürt

Von einem „schnellen Fahndungserfolg dank GPS“ sprach die Polizei der Städteregion Aachen am Dienstag. Ihre belgischen Kollegen hatten Stunden zuvor in Lüttich zwei hochwertige Autos der Marke BMW im Wert von über 180.000 Euro sichergestellt. Die Wagen waren erst am Montag in Aachen gestohlen worden.

So hatten gegen 7 Uhr am Montagmorgen Bewohner des Einfamilienhauses im Aachener Süden bemerkt, dass in der Nacht in ihr Gebäude eingebrochen worden war. Die Familie schlief noch, als die Täter die Terrassentüre knackten, Bargeld, Papiere und Autoschlüssel mitnahmen. Mit letzteren starteten sie einen auf der Auffahrt und einen auf der Straße stehenden BMW und fuhren unbemerkt davon.

Doch die moderne Technik verdarb ihnen das Geschäft. Anhand der in den Autos eingebauten GPS-Sender konnten beide Fahrzeuge noch am Montag in Lüttich geortet werden. Die alarmierte belgische Polizei observierte die Wagen zunächst noch eine Zeit lang, doch als sich keine Diebe zeigten, stellte die Beamten die Fahrzeuge schließlich sicher.

Die Täter waren aber womöglich dennoch weiterhin in der Nähe. In der Nacht von Montag auf Dienstag gab es bei dem Sicherstellungsunternehmen in Lüttich einen Einbruchsversuch. „Es ist davon auszugehen, dass die Täter möglicherweise ihre Spuren an beiden Autos verwischen wollten“, sagte ein Aachener Polizeisprecher.

Die Wagen werden nach Aachen zurückgebracht. Dort soll eine kriminaltechnische Untersuchung der Fahrzeuge eingeleitet werden. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei den Tätern um Profis handelt, die auf Bestellung Fahrzeuge stehlen und ausschlachten oder weiterverkaufen.

Ortungssender gegen Autodiebstahl werden bei teueren Wagen teils schon von Werk in Serie versteckt eingebaut. Zubehörhersteller bietet die Sender für Preise um die 100 bis 150 Euro auch zum Nachrüsten an. Professionelle Diebe wissen das natürlich und klemmen Autobatterien ab oder transportieren Wagen auf Transportern mit Aluminiumabdeckung, damit die Empfänger kein Netz mehr bekommen, berichtete der Polizeisprecher.

(red/pol)
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