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Nordeifel: Höhn knüpft 100 Kilometer Geschenkband

Nordeifel : Höhn knüpft 100 Kilometer Geschenkband

Der Nationalpark Eifel, dessen Grenzen zum Jahreswechsel per Rechtsverordnung gesteckt wurden, nimmt Gestalt an.

Das 110 Quadratkilometer große Schutzgebiet zwischen Nideggen im Norden und der belgischen Grenze im Südwesten begrüßt Besucher seit Freitag mit dem ersten Schild.

An der Bundesstraße 266 bei Gemünd installierten Mitarbeiter der Nationalpark-Verwaltung einen Hinweis auf das Schutzgebiet; es ist der 14. Nationalpark in Deutschland und der erste in NRW.

Pfosten und Tafeln sind aus Holz gezimmert, das im Eifelwald gewachsen ist: Lärchen und Douglasien, die künftig nur noch eine Nebenrolle spielen werden. Denn schutzwürdig sind vor allem die ausgedehnten Buchenbestände in Mittelgebirgslage.

Am Sonntag wird es feierlich. Mit einem großen Festakt soll der Nationalpark im Kurhaus Gemünd gefeiert werden. Dazu hat sich neben NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn und dem Regierungspräsidenten Jürgen Roters viel Prominenz aus den Naturschutzverbänden in der Eifel angesagt.

Erwartet wird der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz, Professor Hardy Vogtmann, ebenso wie der Vorsitzende des Dachverbandes der deutschen Nationalparke, Eberhard Henne.

Festredner wird nach einem ökumenischen Gottesdienst am Sonntagmorgen (etwa 10.30 Uhr) der Journalist Franz Alt sein, den die Gastgeber als Zukunftsforscher ankündigen. Sein Beitrag wird sich mit der Bedeutung von Wald und Naturschutz für die Gesellschaft auseinandersetzen.

Der Nationalpark sei ein Geschenk für die Eifel, beteuerten Befürworter dieses ehrgeizigen Projektes immer wieder in der überaus zügigen Planungsphase, die nur rekordverdächtige zwei Jahre in Anspuch nahm.

Und so wird die Ministerin die Enden eines 100 Kilometer langen Geschenkbandes, das den Nationalpark umfasst, am Sonntag zur Schleife knüpfen. Über Monate hatte der Förderverein Nationalpark dazu aufgerufen, Geschenkbänder zu spenden. In der vergangenen Woche fehlten noch zehn Kilometer.

Am Wochenende soll auch die letzte Lücke geschlossen sein, wenn unter Mitwirkung des Eifelvereins das komplette Schutzgebiet als Geschenk „eingewickelt” wird.

Die passenden Töne zum Ausklang des Festes liefert die Eifeler Band „Wibbelstetz” mit Mundartrock.