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HIV: Zahl der Neudiagnosen konstant

HIV: Zahl der Neudiagnosen konstant

Köln. Erstmals seit 2000 bleibt in Deutschland die Zahl der HIV-Neudiagnosen konstant.

Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) am Dienstag in Köln mitteilte lag der Wert „annähernd” auf dem Niveau des Vorjahres. Mit 33,5 Neudiagnosen pro einer Million Einwohner verzeichne Deutschland im westeuropäischen Vergleich zudem die niedrigste Rate in diesem Bereich.

Die jüngsten Zahlen seien auch ein Ergebnis der Präventionsarbeit, so BGZA-Direktorin Elisabeth Pott. So habe die Zahl der in Deutschland verkauften Kondome nicht zuletzt dank entsprechender Kampagnen mit 215 Millionen Stück im Jahr 2008 ein Rekordhoch erreicht.

Bei Befragten mit mehreren Sexualpartnern griffen inzwischen 85 Prozent zum Präservativ. 2004 waren es den Angaben zufolge nur 77 Prozent.

Pott warb dafür, Aufklärungs- und Präventionsarbeit zu intensivieren. Wichtigstes Ziel bleibe, die HIV-Infektionsraten auf niedrigem Niveau zu halten. Die BGZA-Präsidentin äußerte sich im Vorfeld eines Aids-Kongresses im schweizerischen Sankt Gallen. Zu dem viertägigen Treffen unter dem Motto „Prepare for the long run” treffen sich erstmals Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.