Essen: Hitzerekord und hohe Ozonwerte in NRW

Essen: Hitzerekord und hohe Ozonwerte in NRW

Hoch Gertraud hat die Menschen in Nordrhein-Westfalen am Dienstag gehörig ins Schwitzen gebracht. Landesweit seien die Temperaturen am bislang heißesten Tag des Jahres auf über 30 Grad gestiegen, sagte der Meteorologe Franz Josef Molé vom Deutschen Wetterdienst in Essen.

Die Hitze trieb auch die Ozonwerte in die Höhe. Temperatur-Spitzenreiter war nach Angaben des Wetterdienstes Duisburg. Dort kletterte das Thermometer am Nachmittag auf 36 Grad. Und selbst auf dem über 800 Meter hohen Kahlen Asten war es mit 26 Grad sommerlich warm. Der Juni-Spitzenwert für NRW wurde allerdings nicht geknackt. Am 27.6.1947, dem bislang heißesten Juni-Tag seit Beginn der Aufzeichnungen, waren die Temperaturen in Köln und Bonn auf 37,9 Grad gestiegen, wie Molé sagte.

An den Ozon-Messstationen Wesel-Feldmark und Borken-Gemen wurde am Nachmittag die kritische Marke von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten, wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Recklinghausen auf seiner Internetseite mitteilte. In anderen Städten lag der Messwert nur knapp darunter. Laut LANUV reagieren zwischen 10 und 20 Prozent der Bevölkerung empfindlich auf Ozon. Sie leiden bei hohen Werten unter anderem unter Schleimhautreizungen, Atemwegsbeschwerden und Kopfschmerzen.

Gewitter bringen deutliche Abkühlung

In den kommenden Tage dürften die Ozonwerte und die damit verbundenen Beschwerden jedoch zurückgehen. Denn die Meteorologen sagen bereits für Mittwoch nicht bloß das Ende der Hitze, sondern einen wahren Temperatursturz voraus. In den östlichen Landesteilen könnten die Temperaturen zwar noch einmal auf bis zu 28 Grad steigen. Die von Westen her aufziehende Gewitterfront, die starken Regen, Sturmböen und vielleicht sogar Hagel mit sich bringt, dürfte jedoch auch dort im Laufe des Tages für Abkühlung sorgen. Im Rheinland werden die Temperaturen den Vorhersagen zufolge am ganzen Tag nicht über 20 Grad steigen.

Ab Donnerstag soll sich das Wetter wieder beruhigen. Laut Wetterdienst wechseln sich dann Sonne und Wolken bei immer noch verhältnismäßig niedrigen Temperaturen ab.