Echt/Heinsberg: Historischer Münzfund bei Heinsberg

Echt/Heinsberg: Historischer Münzfund bei Heinsberg

Ein Hobby-Achäologe hat im Grenzgebiet bei Heinsberg den ersten keltischen Münzschatz der Niederlande entdeckt. Die 17 Münzen sind aus Silber, Kupfer und etwas Gold.

Sie werden auf 20 bis 50 Jahre vor Christus datiert, teilten das Amt für Archäologie und die Universität Amsterdam am Freitag mit.

Experten gehen davon aus, dass germanische Stammesführer mit dem Geld ihre halbmilitärischen Gefolgsmänner für Dienst und Treue bezahlt haben. Der Münzschatz wurde in das limburgische Museum nach Venlo gebracht.

Der Hobby-Archäologe hatte die erste Münze zufällig auf einem Feld bei Echt entdeckt. Erst einige Wochen später ging er noch einmal dahin und fand zu seinem eigenen Erstaunen sieben weitere Münzen. Experten des Amtes für
Archäologie begannen mit einer kleinen Grabung.

Für sie sind die Münzen der Nachweis, dass die Region nicht wie vor einiger Zeit noch angenommen eine verlassene Gegend einsamer Bauernhöfe war. Die Region war vielmehr in den Geldkreislauf der Kelten eingebunden.


Prägnantes Merkmal der hochwertigen Münzen sind die gewölbte Form und die Motive. Der Ursprung dieser Serie liege im deutschen Hessen. Bis zur Mitte des ersten Jahrhunderts vor Christus habe sich das Zentrum der Produktion und des Kreislaufs zum Niederrhein und zur niederländischen Grenze verschoben.

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