Herbstwetter löst Sommerwärme in den nächsten Tagen ab

Regen, Wind und Kälte : Ist das das Ende für den Super-Sommer 2018?

So kennen wir das Wetter im September: Scheibenwischer auf der Windschutzscheibe, nasses Laub auf dem Bürgersteig, Regentropfen in den Haaren. „Eine Kaltfront ist in der Region angekommen und zieht ostwärts“, sagt Meteorologin Jana Beck vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen. Begleitet wird es von einem Sturmfeld.

Wem es in den vergangenen Wochen zu trocken war, der kann sich auf weitere „ergiebige Niederschläge“ freuen, wie es in der Fachsprache heißt. Vor allem am Sonntag. „Da sind 20 Liter pro Quadratmeter fast sicher“, sagt Jana Beck. Bis zu 40 Liter seien aber auch durchaus möglich.

Das Problem dabei ist: Wo genau der Himmel seine sprichwörtlichen Schleusen derart weit öffnet, ist derzeit schwer vorherzusagen. „Das Tief kann sich nicht entscheiden, ob es über uns hinwegzieht oder zum Beispiel über die Nordsee.“ Dass am Sonntag ein neues Tief auf dem Anmarsch ist, zeichnet sich aber ab.

Auch der Wind hat zum Wochenausklang merklich aufgefrischt. Und auch der wird noch unangenehmer werden, vor allem am Sonntag: „Wenn wir glimpflich davonkommen, werden es vielleicht Windstärke 7 oder 8“, sagt die DWD-Meteorologin. Das bedeutet Böen von etwa 60 bis 75 Kilometer pro Stunde. Auch in Sachen Wind sei es, typisch für ein kleinräumiges Tiefdruckgebiet, noch zu früh für eine exakte Prognose.

Fest vorhersagbarer ist allerdings: Es kühlt sich ab. Für den Samstag wird mit 17 bis 19 Grad Celsius gerechnet, am Sonntag etwa ein Grad weniger.

Und was heißt das nun für die Planung des Wochenendes? „Wenn Sie etwas vorhaben, machen Sie es am Samstag“, rät Jana Beck. „Der Sonntag wird nicht sehr vielversprechend.“

Ob Sonne, Wärme und Trockenheit in der nächsten Woche oder danach noch einmal zurückkommen, zeichnet sich derzeit nicht ab. Ein Goldener Herbst ist noch nicht in Sicht - aber auch da gilt: Für Vorhersagen ist es im Moment einfach noch zu früh. Meteorologin Beck rät zu Gelassenheit: „Warten wir erst einmal den Samstag ab.“

(heck)
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