Düsseldorf: Herausgeber der Rheinischen Post gestorben

Düsseldorf: Herausgeber der Rheinischen Post gestorben

Der Herausgeber der „Rheinischen Post“ (RP), Gottfried Arnold, ist am Montag im Alter von 82 Jahren gestorben. Das teilte sein Verlag am Dienstag in Düsseldorf mit. Mehr als vier Jahrzehnte hatte der Sohn des ersten nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Karl Arnold (CDU) die Geschicke der in Düsseldorf erscheinenden Zeitung und der Mediengruppe geprägt.

Mitte der 1950er Jahre trat er zunächst in die Fußstapfen seines Vaters, der die Zeitung nach dem Zweiten Weltkrieg mitgegründet hatte. Herausgeber wurde er 1962, zwischen 1978 und 2012 leitete Gottfried Arnold zudem den Aufsichtsrat, dessen Ehrenvorsitzender er zuletzt war.

Der gebürtige Düsseldorfer stand aber nicht nur lange der Mediengruppe in seiner Heimatstadt vor, er prägte seine Region auch als Politiker: Zwischen 1961 und 1983 vertrat Christdemokrat Arnold einen der Düsseldorfer Wahlkreise als direkt gewählter Abgeordneter im Bundestag. „Gottfried Arnold war ein Verleger, wie wir in der Redaktion es uns nur wünschen konnten“, schrieb RP-Chefredakteur Michael Bröcker zum Tod seines Herausgebers. Der studierte Jurist Arnold sei „ein leidenschaftlicher Demokrat, ein kluger Geist und bis zuletzt ein bewundernswert scharfsinniger Beobachter des Zeitgeschehens“ gewesen.

Arnold wurde für seine Verdienste um Staat und Gesellschaft 2008 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz und 2003 mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Wie der Verlag mitteilte, habe Arnold mit seiner Frau Irene, mit seinen Kindern und neun Enkeln „ganz bewusst sein letztes Weihnachtsfest“ gefeiert und Abschied genommen.

Die „RP“ gehört mit mehr als 300.000 verkauften Exemplaren zu den größten regionalen Abonnements-Zeitungen.

(dpa/red)
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