Köln: Heino muss wegen ausgefallener Tournee vor Gericht aussagen

Köln: Heino muss wegen ausgefallener Tournee vor Gericht aussagen

Im Prozess um eine ausgefallene Deutschlandtournee von Heino müssen der Volksmusiksänger und seine Frau Hannelore am Mittwoch (27. Mai, 10 Uhr) als Zeugen vor dem Kölner Landgericht aussagen. Nach Angaben eines Gerichtssprechers soll das Ehepaar gemeinsam mit anderen Zeugen Auskunft über Heinos Gesundheitszustand geben.

Der 70-jährige Sänger hatte 2007 eine große Deutschlandtournee wegen einer plötzlich aufgetretenen Herzerkrankung abgesagt. Der Tourneeveranstalter Kult Musik hatte deshalb von der Gothaer Versicherung drei Millionen Euro gefordert. Bei dem Versicherungskonzern waren die Konzerte gegen Ausfall versichert worden.

Allerdings weigert sich die Gothaer, für den Schaden einzutreten. Die Versicherung argumentiert, dass Heino vor dem Abschluss der Ausfallversicherung wichtige Fragen zu seinem Gesundheitszustand nicht beantwortet habe. Dies streiten der Sänger und der Konzertveranstalter ab. Dieser Punkt soll nun durch die Zeugenvernehmungen geklärt werden.

Zum Prozessauftakt am 10. Dezember 2008 hatte die 20. Zivilkammer einen Vergleich angeregt. Demnach sollte die Versicherung 40 Prozent der Kosten übernehmen. Dazu war das Unternehmen aber nicht bereit.

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