Düsseldorf: Hebammenversorgung in NRW: „Bedarf nicht gedeckt”

Düsseldorf : Hebammenversorgung in NRW: „Bedarf nicht gedeckt”

Für werdende Eltern in Nordrhein-Westfalen wird es nach Einschätzung von Fachverbänden immer schwerer, in der Nähe ihres Wohnortes eine Hebamme zu finden. Allein in Düsseldorf meldeten sich deshalb derzeit monatlich rund 400 Schwangere bei der Hebammenzentrale, einem Vermittlungsangebot in der Landeshauptstadt, wie eine Mitarbeiterin mitteilte.

Etwa der Hälfte von ihnen könne die Zentrale in der Landeshauptstadt keine Geburtshelferin vermitteln. Die Hebammenversorgung in NRW ist am Dienstag um 10.30 Uhr Thema einer Pressekonferenz der AOK Rheinland/Hamburg im Düsseldorfer Landtag.

Die Vorsitzende des Landesverbands der Hebammen, Barbara Blomeier, sagte, der Bedarf an Geburtshelferinnen in NRW sei nicht gedeckt. Die Zahl der Beleghebammen, die Frauen vor, während und nach der Geburt begleiten, ist laut Blomeier stark zurückgegangen. Als ein Grund gelten teure Haftpflichtversicherungen. In NRW gibt es nach Schätzungen des Verbands rund 5000 Hebammen, bundesweit maximal 24.000. Der Elternverein Mother Hood schätzt, dass in ganz Deutschland 20 bis 50 Prozent der Schwangeren, die gerne eine Hebamme hätten, bei ihrer Suche erfolglos bleiben.

(dpa)
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