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RWTH: Hebammenstudium in Aachen zum Start ausgebucht

RWTH : Hebammenstudium in Aachen zum Start ausgebucht

Im Oktober startet der neue Hebammenstudiengang an der RWTH. Er ist ausgebucht. Damit verdoppelt sich die Zahl der Hebammen, die praktisch in Aachen, Stolberg und Erkelenz ausgebildet werden.

Der neue Studiengang für angewandte Hebammenwissenschaften an der RWTH Aachen ist ausgebucht. Er startet zum Wintersemester im Oktober mit der Maximalzahl von 40 Studentinnen. Sie haben einen Ausbildungsvertrag mit der Uniklinik Aachen oder dem Luisenhospital Aachen geschlossen. Diese beiden Kliniken sind die kooperierenden verantwortlichen Praxiseinrichtungen. Das teilte die Uniklinik Aachen auf Anfrage mit.

Etwa die Hälfte der Studienzeit findet demnach direkt in der Praxis statt. Das geschehe nicht nur in einer der beiden verantwortlichen Praxiseinrichtungen, sondern auch in kooperierende Krankenhäusern und bei freiberuflichen Hebammen in Stolberg und Erkelenz. Die dortigen Kliniken, das Bethlehem Gesundheitszentrum und das Hermann-Josef-Krankenhaus, sind Kooperationspartner im Rahmen der praktischen Ausbildung.

Dass der Studiengang zum Start voll ausgelastet sein würde, war nicht unbedingt zu erwarten. Denn in der bislang nicht-akademisierten Ausbildung an der Hebammenschule am Luisenhospital gab es nur die Hälfte der Plätze. Es war mit Spannung erwartet worden, ob sich von Beginn an doppelt so viele Interessentinnen finden würden. Mit der Ausweitung verfolgt das Land NRW als Finanzier der Studienplätze langfristig das Ziel, den Mangel an Hebammen zu beheben.

De facto werden sogar noch mehr Hebammen in unserer Region ausgebildet: Das St.-Marien-Hospital in Düren-Birkesdorf, das ihre angehenden Hebammen vor der Akademisierung an der Schule im Luisenhospital ausbilden ließ, hatte sich bereits im vorigen Jahr dem früher gestarteten Studiengang an der Katho Köln zugewandt. In Düren werden etwa acht Hebammen pro Jahr praktisch ausgebildet.

(cs)