Die Reaktionen zur Talkshow: Hambacher Forst sorgt für heftige Debatten bei „Anne Will” und im Netz

Die Reaktionen zur Talkshow : Hambacher Forst sorgt für heftige Debatten bei „Anne Will” und im Netz

Das Thema Hambacher Forst spaltet die Netz-Gemeinde: Aktivisten oder Straftäter? Wald oder Kohle? Auch bei der Talkshow „Anne Will” wurde das Thema mit Spitzenpolitikern wie Christian Lindner und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet heftig diskutiert. Das sorgte natürlich für jede Menge Reaktionen in den sozialen Netzwerken - wir haben sie bei Twitter gesammelt.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), Christian Lindner (FDP), Anton Hofreiter (Grüne), Antje Grothus (Initiative Buirer für Buir) und Michael Vassiliadis (IG BCE) waren die Gäste der Talkshow. Spitzenpolitiker und Meinungsführer waren also dabei - Experten jedoch Fehlanzeige. Dafür übte der Talkshow-erfahrene FDP-Politiker Lindner direkt scharfe Kritik am Protest im Hambacher Forst.

Seine Angriffe blieben nicht unbeantwortet, denn einige User konnten sich da noch an ganz andere Aussagen der Partei erinnern.

Kleiner Faktencheck während der ganzen Diskussionen: Immer wieder nennen die Kohle-Befürworter den Faktor Arbeitsplätze als Hauptargument. Die Realität zeigt jedoch: Es gibt auch Alternativen.

Klar, im Web sind nur die lautesten Vertreter der Seiten zu lesen und hören. Doch auch eine Umfrage in NRW bestätigt, dass nur wenige Menschen wirklich für eine Rodung des Hambacher Forsts sind.

Für NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ist das nicht wirklich ruhiges Fahrwasser. Bei Kritik wiegelt er aber konsequent ab - viele Bürger wünschen sich da mehr Vermittlungsgeschick statt nur politischer Meinungsmache.

In der Sendung wurde derweil munter weitergestritten. Immer wieder hatten sich Lindner und der Grünen-Vertreter Anton Hofreiter in den Haaren.

Doch auch Hofreiter muss einstecken. Seine Kompromissvorschläge stießen nicht überall auf Gegenliebe.

Wirklich schlauer war man nach der Sendung nicht - außer, dass es eine Bestätigung dafür war, wie verhärtet die Fronten sind.

Zu viele Persönlichkeiten, zu wenig Diskussion um ein wichtiges Thema - das war das Fazit von weiten Teilen der Twitter-Gemeinde.

(cheb)
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