Hambach/Merzenich: Hambacher Forst: Drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Hambach/Merzenich : Hambacher Forst: Drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Am Montag hatten Vermummte im Hambacher Forst die Polizei mit Pyrotechnik beworfen. Drei der vier Festgenommenen sitzen jetzt in Untersuchungshaft. Außerdem mussten RWE-Mitarbeiter am Mittwochmorgen erneut Barrikaden auf den Waldwegen beseitigen.

Die vier Tatverdächtigen, die am Montag festgenommen worden waren, wurden am Dienstag dem Amtsgericht in Kerpen vorgeführt. Gegen sie bestand der dringende Tatverdacht des schweren Landfriedensbruchs. Für zwei weibliche und eine männliche Person, deren Identitäten weiter ungeklärt sind, wurde Untersuchungshaft angeordnet. Eine 19-jährige Frau wurde nach Feststellung ihrer Identität entlassen.

21.03.2018, Nordrhein-Westfalen, Merzenich: Polizisten stehen neben einer Barrikade auf einem Waldweg im Hambacher Forst. Die Barrikaden wurden von Umweltaktivisten errichtet, die gegen den Hambacher Tagebau protestieren und teilweise im Hambacher Wald campieren. Foto: Marius Becker/dpa +++ dpa-Bildfunk +++. Foto: Marius Becker/dpa

„Der gesamte Einsatzerfolg mit der Festnahme und Vorführung der vier Tatverdächtigen zeigt, dass die Durchführung des Einsatzes vor Ort, polizeiliche und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen und die Arbeit der Justiz gut ineinander greifen“, resümierte Dirk Weinspach am Mittwoch.

21.03.2018, Nordrhein-Westfalen, Merzenich: Unter Polizeischutz beseitigen Mitarbeiter von RWE Barrikaden auf Waldwegen im Hambacher Forst. Die Barrikaden wurden von Umweltaktivisten errichtet, die gegen den Hambacher Tagebau protestieren und teilweise im Hambacher Wald campieren. Foto: Marius Becker/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Hambacher Forst Barrikaden Räumung Marius Becker/dpa. Foto: Marius Becker/dpa

Bereits am Mittwochmorgen mussten die RWE-Mitarbeiter erneut teils massive Barrikaden aus Baumstämmen auf den Waldwegen beseitigen und Erdlöcher füllen, um so die Rettungs- und Einsatzwege freizumachen.

21.03.2018, Nordrhein-Westfalen, Merzenich: Unter Polizeischutz beseitigen Mitarbeiter von RWE Barrikaden auf Waldwegen im Hambacher Forst. Die Barrikaden wurden von Umweltaktivisten errichtet, die gegen den Hambacher Tagebau protestieren und teilweise im Hambacher Wald campieren. Foto: Marius Becker/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Hambacher Forst Barrikaden Räumung Marius Becker/dpa. Foto: Marius Becker/dpa

Zudem beseitigten sie zwei nicht besetzte mit Holz und Metall errichtete Dreibeine, sogenannte Tripods. Dafür mussten zwei Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden, da diese durch das Tripod beschädigt worden waren und so eine Gefahr darstellten, weil das Wurzelholz beschädigt war.

21.03.2018, Nordrhein-Westfalen, Merzenich: Unter Polizeischutz beseitigen Mitarbeiter von RWE Barrikaden auf Waldwegen im Hambacher Forst. Die Barrikaden wurden von Umweltaktivisten errichtet, die gegen den Hambacher Tagebau protestieren und teilweise im Hambacher Wald campieren. Foto: Marius Becker/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Hambacher Forst Barrikaden Räumung Marius Becker/dpa. Foto: Marius Becker/dpa

Die Arbeiten fanden unter dem Schutz der Polizei statt und konnten erfolgreich durchgeführt werden. Es kam zu keiner das Leben gefährdenden Besetzung von Erdhöhlen, Barrikaden und Tripods, heißt es im Polizeibericht. Die Rettungs- und Einsatzwege sind wieder frei und gefahrlos nutzbar.

Die Polizei bleibt in der Auseinandersetzung um den Hambacher Wald am Braunkohletagebau bei ihrer harten Linie der Strafverfolgung. Das kündigte der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach am Mittwoch im Hambacher Wald an. Alle Straftäter würden verfolgt, selbst wenn sie wie in diesem Fall ihre Identität nicht preisgeben wollten. Weinspach lobte auch seine Kolleginnen und Kollegen für ihre Arbeit.

(red/pol)
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