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Köln: Haftstrafen für Gewalt bei Demonstrationen von Türken und Kurden

Köln : Haftstrafen für Gewalt bei Demonstrationen von Türken und Kurden

Bei Demonstrationen von Kurden und Türken im April in Köln hatte es gewaltsame Auseinandersetzungen gegeben. Am Mittwoch verhängte das Kölner Amtsgericht Haftstrafen gegen zwei daran beteiligte 23 und 29 Jahre alte Männer, die dem prokurdischen Lager zugerechnet werden.

Der 23-Jährige wurde wegen schweren Landfriedensbruchs sowie wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der 29-Jährige erhielt eine Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung, die nicht zur Bewährung ausgesetzt wurde. Für das Schöffengericht stand nach der Verhandlung fest, dass die beiden Angeklagten einen 39 Jahre alten Mann in seinem Wagen attackiert hatten.

Die Angeklagten hätten Anstoß an einem Aufkleber der rechtsextremistischen „Grauen Wölfe” an dem Wagen genommen, hatte Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn gesagt. In „zwei Angriffswellen” hätten sie zusammen mit mehr als 50 anderen Demonstranten Auto und Fahrer angegriffen. Der 39-Jährige erlitt eine Verletzung durch ein Messer am Arm und etliche Prellungen. Sein Auto war ein Totalschaden.

(dpa)