Stolberg: Grünenthal finanziert Opfer-Skulptur

Stolberg: Grünenthal finanziert Opfer-Skulptur

Der Aachener Pharma-Konzern Grünenthal unterstützt die Aufstellung einer Gedenkskulptur für Contergan-Opfer in Stolberg und übernimmt die Kosten des Projekts von 5000 Euro.

Damit will der Produzent des Wirksstoffs der „besonderen Situation Rechnung tragen, die durch die Contergan-Tragödie für unseren damaligen Heimatstandort Stolberg entstanden ist”, erklärte Unternehmenssprecherin Kira Goertz auf Anfrage unserer Zeitung. Stolbergs Bürgermeister Ferdi Gatzweiler hatte Grünenthal ebenso wie Interessenverbände Contergan-Geschädigter in einen „konstruktiven Dialog” eingebunden, nachdem Johannes Igel, ein Geschädigter aus Morsbach, die Errichtung eines Mahnmals angeregt hatte.

Die Wahl fiel auf eine 62 Zentimeter hohe Bronze-Skulptur des Aachener Künstlers Bonifatius Stirnberg, die ein durch Contergan geschädigtes Mädchen darstellt. Stirnberg hat etwa den Aachener Puppenbrunnen geschaffen. Die Zustimmung des Stadtrates am kommenden Dienstag vorausgesetzt, soll die Skulptur im Kulturzentrum Frankental aufgestellt werden. Außerdem ist eine Dokumentation der Contergan-Tragödie angedacht.

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