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Flutkatastrophe: Grüne protestieren gegen „lückenhafte Akten“

Flutkatastrophe : Grüne protestieren gegen „lückenhafte Akten“

Die Grünen haben gegen die aus ihrer Sicht unvollständigen Datenlage des Untersuchungsausschusses zur Flutkatastrophe protestiert.

„Was der Deutsche Wetterdienst uns an Einsicht in seine Kommunikation mit den Behörden, insbesondere der Landesregierung gewährt, ist eine skandalöse Beeinträchtigung der nötigen Aufklärungsarbeit“, kritisierte der Grünen-Obmann Johannes Remmel. Er habe die Ausschusssitzung am Freitag deswegen unter Protest verlassen.

Die Daten seien so unvollständig, dass eine Antwort auf die zentrale Frage, ob die Landesregierung Fehler bei Einordnung, Analyse und Weitergabe der Wetterdaten gemacht und dadurch die Bevölkerung nicht rechtzeitig gewarnt habe, unmöglich sei.

Die bisherigen Befragungen von sachverständigen Meteorologen legten nahe, dass es möglich gewesen wäre, 12 bis 24 Stunden vor Eintreten der Katastrophe lokal recht genau zu warnen. Doch gerade zu dieser Kommunikation seien die vorgelegten Unterlagen und Akten lückenhaft.

Entsprechende Daten müssten schnellstmöglich nachgeliefert werden, damit der Untersuchungsausschuss seine Arbeit machen könne.

Unwetter mit ungewöhnlich starken Regenfällen hatten Mitte Juli in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eine Hochwasserkatastrophe ausgelöst. Ganze Landstriche wurden von den Wassermassen verwüstet. Nach ersten Schätzungen entstanden allein in NRW Schäden in Höhe von etwa 13 Milliarden Euro, 49 Menschen starben.

(dpa)